Druckschrift 
Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesang-Buch für die Königl. Preuß. Schlesischen Lande : also eingerichtet, daß es in allen evangel. Gemeinden zu gebrauchen ist, indem man darinnen die erbaulichen Lieder aus allen in Schlesien zeithero üblichen Gesangbüchern zu allgemeiner Erbauung zusammengetragen hat : nebst angefügtem Gebet-Buch und einer Vorrede / von Johann Friedrich Burg, Königl. Ober-Consistorial-Rath und Inspector
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rA .

J 3 0 len

41 .

e SS * a

aunz.

N 4 8

und A ammn

dt erlangen

1

u Werk n wir

1 wi Moßf detemmen Nan s perden au*

1 tNr *

a lihe ‿n gu erleng

dnen Dat el 3

4(Werie b d ſo zu müſſe at ie thun altt

doch nich E rolche Wehyf

2 Auiut 4 redigtant

nd adammt dn

z tiuſer u nr ſo leh

Edmgei S jellgen Gei dgene g, Gederi 4

r. Aritet.

Ben mrnen Gehore Aut elehrt, da AGla e 8 9 und de

Geit ged mitt un Gottezet

rauen, Gnade vontet verdienen wir empiie gedung I 8 de und Gat durch del lben an G wie Chriſ= hſt ſpri So ihr elles gt ſolt ir=t Wir ſide lge Kns allſo legra a Väter. F.* Anbroſius

Alio iſt 1 ſen be ner an Lm glutt und nich Deri,ehn durh S bben n Vergebut l Sünden hat

151. Artikel

att Kirtt gelebtt M

Chriſtum hat, kennt alſo Gott, ruft ihn an und iſt nicht ohne Gott, wie die Heiden. Denn der Teufel und

Gottloſe glauben dieſen Artikel, Ver⸗ gebung der Sünden nicht, darum ſind

6 ſe Gott feind, können ihn nicht an⸗ a da rufen, nichts Gutes von ihm hoffen. d Und alſo, wie jetzt angezeigt iſt, au eedet die Schrift vom Glauben und 3 ur. heißt Glauben nicht ein ſolches Wiſ⸗ ſeen, das Teufel und gottloſe Men⸗ a ſchen haben.

Denn alſo wird vom Glauben gelehrt Hebr. am 11: Daß Glauben ſei, nicht allein die Hiſtorien

wiſſen, ſondern Zuverſicht haben zu

Gott, ſeine Zuſage zu empfahen. Und Auguſtinus erinnert uns auch, daß wir das Wort(Glauben) in der Schrift verſtehen ſollen, daß es heiße,

Zuverſicht zu Gott haben, daß er uns

gnädig ſei, und heiße nicht allein, ſolche Hiſtorien wiſſen, wie auch die Teufel wiſſen.

Ferner wird gelehrt, daß gute Werke ſollen und müſſen geſchehen, nicht daß man darauf vertraue, Gnade damit zu verdienen, ſondern um Got⸗ tes willen und Gott zu Lob. Der Glaube ergreift allezeit Gnade und Vergebung der Sünde. Und dieweil durch den Glauben der heilige Geiſt gegeben wird, ſo wird auch das Herz geſchick, gute Werke zu thun. Denn

zuvorn, dieweil es ohne den heil. Geiſt

iſt, ſo iſt es zu ſchwach, dazu iſt es ins Teufels Gewalt, der die arme menſch⸗ liche Natur zu ſo viel Sünden treibt, wie wir ſehen in den Philoſophen, welche ſich unterſtanden, ehrlich und unſträflich zu leben, haben aberdennoch ſolches nicht ausgerichtet, ſondern ſind in viel große öffentliche Sünden gefallen. Alſo geht es mit dem Menſchen, ſo er außer dem rechten

Glauben, ohne den heiligen Geiſt iſt,

und ſich allein durch eigene menſch⸗ liche Kräfte regiert. Derhalben iſt die Lehre vom Glauben nicht zuſchelten daß ſie gute Werke verbiete, ſondern vielmehr zu rühmen, daß ſie lehre,

Die Augsburgiſche Confeſſion. ſdaß er einen gnädigen Gott durch

pute Werke zu thun, und Hilfe an⸗ iete, wie man zu guten Werken kommen möge. Denn außer dem Glauben und außerhalb Chriſto iſt menſchliche Natur und Vermögen viel zu ſchwach, gute Werke zu thun, Gott anzurufen, Geduld zu haben im Leiden, den Nächſten zu lieben, be⸗ fohlene Aemter fleißig auszurichten, gehorſam zu ſein, böſe Lüſte zu mei⸗ den. Solche hohe und rechte Werke mögen nicht geſchehen ohne die Hilfe Chriſti, wie er ſelbſt ſpricht Joh. 15: Ohne mich könnt ihr nichts thun ꝛc.

Der 21. Artikel. Vom Dienſt der Heiligen.

Pom Heiligen⸗Dienſt wird von den

Unſern alſo gelehrt, daß man der Heiligen gedenken ſoll, auf daß wir unſern Glauben ſtärken, ſo wir ſehen, wie ihnen Gnade widerfahren, auch wie ihnen durch Glauben ge⸗ holfen iſt; dazu, daß man Exempel nehme von ihren guten Werken, ein Jeder nach ſeinem Berufe, gleichwie die kaiſerliche Majeſtät ſeliglich und göttlich dem Exempel Davids folgen mag, Kriege wider den Türken zu führen, denn Beide ſind ſie im königli⸗ chen Amte, welches Schutz und Schirm ihrer Unterthanen fordert. Durch Schrift aber mag man nicht beweiſen daß man die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen ſuchen ſoll. Denn es iſt allein ein einziger Verſohner und Mittler geſetzt zwiſchen Gott und den Menſchen, Jeſus Chriſtus, 1. Tim. 2, welcher iſt der einige Hei⸗ land, der einige oberſte Prieſter, Gna⸗ den⸗Stuhl und Fürſprecher vor Gott, Röm. 8. Und der hat allein zuge⸗ ſagt, daß er unſer Gebet erhören wolle. Das iſt auch der höchſte Got⸗ tesdienſt nach der Schrift, daß man denſelbigen Jeſum Chriſtum in allen Nöthen und Anliegen von Herzen ſuche und anrufe. 1. Joh. 2,1: So Je⸗ mand ſündigt, ſo haben wir einen Für⸗ ſprecher bei Gott, der gerechtiſt, Jeſum.

283