Das Herz freuet ſich auf den
öffentlichen Gottesdienſt.
Mel. Allein Gott in der Höh. 13„Mein Gott! mit Freuden
* ſeh ich ſchon Die Thür des Himmels offen Und kann, dem Höllen⸗Heer zu Hohn, Das Glück der Engel hoffen. Ich ſoll vor dei⸗ nem Angeſicht, Dems nie an Troſt und Heil gebricht, In dieſer Stund erſcheinen.
2. Ich ſoll aus meines Schöpfers Mund Das Wort des Lebens hören, Der Wahrheit und der Weisheit Grund, ſo alle Welt muß ehren; Das Wort, ſo als ein Gnaden⸗Pfand Vom Himmel uns wird zugeſandt, Und uns zum Himmel führet.
3. Vertreibe denn durch deinen Geiſt, Was meine Andacht ſtöret, Und wenn, was Welt und irdiſch heißt, Sich wider mich empöret, S gönne dieſem Feinde nicht, Daß er, nebſt meiner theuren Pflicht, Zugleich mein Heil verhindre.
4. Erfülle dahingegen mich Mit heiligem Verlangen, Mit und in dei⸗ nem Worte dich Demüthigſt zu em⸗ pfangen, Ermuntre den zerſtreuten Sinn, nimm allen böſen Vorſatz hin, Gib Buße, Glauben, Liebe.
5. Trägſt du mir dein Geſetze für, So ſei es mir ein Spiegel, Darin ich meine Flecken ſpür, Darneben auch ein Riegel, Der meiner Widerſpenſtig⸗ keit, Als wilder Fluthen Heftigkeit, Den Lauf gewaltigſt hemme.
6. Gib, daß ich lieber mich dar⸗ nach, Als meinen Nächſten, richte, Ihm keine Schuld aus eigner Rach Noch Unſchuld mir andichte, Vielmehr, was mir annoch gebricht, Nach dei⸗ nes Wortes Unterricht, Mit allem Fleiß erſetze
7. Hör ich die ſüße Gnaden⸗ Stimm Von deinem Vater⸗Herzen, Und wie ſich dein gerechter Grimm Durch Chriſti Blut und Schmerzen. Ja Alles, was er mir zu Gut Bereits gethan und ferner thut, In Lieb und Huld verwandelt:
8 Kirchen⸗Lieder.
8. So laß mich dieſes beſte Theil Im wahren Glauben faſſen, Und mich auf ein ſo großes Heil Beſtändiglich verlaſſen, Damit mich weder Freud noch Leid, Ja, nicht der letzte Todes⸗ Streit Von deiner Liebe trenne.
9. Mit guten Früchten laß auch mich Den Glauben ſtets beweiſen,
Und dankbarlich, mein Heiland, dich in
Sammt deinem Vater preiſen; Den Geiſt, der mich damit begabt Und mit ſo ſüßem Troſte labt, Auch nim⸗ mermehr betrüben.
10. Die
Und laſſe mich in meinem Tod So gar
Vor der Predigt.
In eigener Melodie.
geben; Die Zunge, wie ſie kann,
zuſammen hier getreten, Dem Herrn zu danken und zu beten.
2, Dieß iſt das Haus, die Stätt, der Ort, Daran hat Gott Gefallen, Der Seelen Schatz, ſein göttlich Wort,
ſtimmen ein, Wenn wir ſo innig ſchrein; Wenn wir in Einem Geiſt,
vor Gott danken.
ſie dir geweiht, Mit deinem Glanz
zu danken und zu beten. Daniel von Czepko, 1605— 1660. Nach geendigtem Gottesdienſte.
15 Tun Gott Lob, es iſt voll⸗ 4 bracht Singen, Beten,
Lehren, Hören; Gott hat Alles wohl⸗
gemacht; Drum laßt uns ſein Lob ver⸗
ieß Wort mir lindre alle Noth, Die Leib und Seele drücket,
micht unerquicket, Daß ich, durch die⸗ ſen ungeſtört, Dich, deſſen Wort ich hie gehört, Dort, wie du biſt, anſchaue.
Schlägt an die Lippen an, Weil wir
Läßt er allhier erſchallen: All Engel
m rien ſcäm ohn Wanken, Hier vor Gott beten,
3. O heilige Dreifaltigkeit! Die Kirch und die Gemeine Erfülle, wie
und Scheine, Weih unſre Herzen dir
Zum Tempel für und für, Daß Seel und Geiſt zuſammentreten, Getroſt
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