Vorrede.
Anrathen gemachte Regiſter kann eine Art einer ganz ungemein brauchbaren Lieder⸗Concordanz abgeben, auf alle Faͤlle zu finden, oder wieder zu finden, was unſere Andacht entweder jetzt erwecken kann, oder ehemals ſchon geruͤhret hat. Bei vielen Liedern kann ich nicht ver⸗ bergen, daß die Wahl, was ich fuͤr eine Ueberſchrift von deſſen Inhalt und Haupt⸗Abſehen zum Unterſchied von andern erwaͤhlen ſollte, mir ungemein ſchwer wor⸗ den, wenn viele Bitten, oder andere viele Wahrheiten in einem einigen, ohne eine ſichtbare Ausnahme der einen vor dem andern ſich darinnen gehaͤuft befinden, wie in den meiſten Buß⸗, Morgen⸗, Abend⸗ und Tiſch⸗ Liedern; ſo viel indeſſen mir moͤglich geweſen, habe ich auch da mit mehrerem Durchleſen nicht nachgelaſſen, bis ich Etwas gefunden, was meinem Ermeſſen nach einiges Unterſcheidungs⸗Zeichen abgeben und zur Ueber⸗ ſchrift deſſelben gebraucht werden koͤnnte.
Meiner unglaublichen Zerſtreuung, in der ich zu⸗ weilen alle Minuten davon abgerufen worden, ſowohl, als der menſchlichen Unvollkommenheit uͤberhaupt muͤßte ich mir nicht bewußt ſein, oder Beides vergeſſen, wenn ich nun, unerachtet aller bisher beſchriebenen Bemuͤhun⸗ gen, glaubte, daß der ſchwere Name des Vollſtaͤndi⸗ gen hierbei recht erreichet worden ſei. Was Sirach ſaget: Ein Menſch, wenn er gleich ſein Beſtes gethan habe, ſei es doch kaum angefangen, und wenn er meine, er habe es ſchon vollendet, ſo fehle es noch weit: das gehoͤret gewiß beſonders auch zu einer Sammlung von einem Geſangbuche, welches ſo Vielen ihrer Andacht gnug thun ſoll. Und es werden daher die, welche deſſen kuͤnftig gebrauchen werden, wo auch meine Um⸗ ſtaͤnde dieß oder jenes Ueberſehen mir Anlaß gegeben, ſolches zu entſchuldigen geneigt ſein. Genug, daß ich hoffe, in weſentlichen Stuͤcken, die man darinnen ſuchen
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