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YVorrede. XI
Eine der Hauptſachen, wodurch dieſes Geſangbuch dießmal theils von ſeinen vorherigen Ausgaben, theils auch von anderen Buͤchern dieſer Art ſich ausnehmen ſoll, und auch eine meiner vornehmſten Arbeiten dabei, mag ich die nunmehr in demſelben uͤber einem jeglichen insbeſondere ſtehende Ueberſchriften nennen, von deſſel⸗ ben Inhalt oder Hauptzweck. Den erſten Anlaß zu ſolchen hat das zu Dresden mit Tit. pl. des hochver⸗ dienten Herrn Ober⸗Hof⸗Predigers Marpergers Vorrede mehrmals aufgelegte kleine Geſangbuch mir gegeben; als aus welchem ich dieſelben bereits 1730 und 1734 in dem zwiefach zu Brieg auf Hochgraͤflicher Herr⸗ ſchaften Anſtalt unter meiner Aufſicht und Vorrede herausgekommenen Geſangbuche entlehnt, und bei vielen Liedern ſchon damals mehrere Ueberſchriften dazu geſetzt habe. Viele davon waren zwar auch in den vorigen zwei Auflagen dieſes gegenwaͤrtigen Geſangbuches bei⸗ behalten, andere aber, ich weiß nicht, aus was fuͤr Urſache, weggelaſſen worden. Bei dieſem neuen Drucke deſſelben nun haben ſie in Anſehung der großen dazu gekommenen Menge von Liedern faſt unentbehrlich ge⸗ ſchienen. Es gehet ſonſt dem Leſer, wenn er unter einem einigen Titel ſo unzaͤhlig viele Lieder hinter einan⸗ der findet, ohne die geringſte Anzeige, was er in dem einen vor dem andern beſonders finden ſolle, nicht an⸗ ders, als wenn Jemand in einer Apotheke, zwar unter gewiſſen Haupt⸗Titeln, doch uͤbrigens unbezeichnete Arzeneien vor ſich ſaͤhe, da er nun auf Gerathewohl waͤhlen koͤnnte, zu welcher er bei dem oder jenem Um⸗ ſtande am liebſten greifen ſolle. Hingegen gehen der⸗ gleichen Ueberſchriften einem chriſtlichen Gemuͤthe mit dem erſten Augenblicke an die Hand, was ſich mehr, oder weniger dieß⸗ oder anderemal zu ſeiner Andacht ſchicke. Und das von dieſen Ueberſchriften auf mein


