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Hessen-Darmstädtisches allgemeines Gesang-Buch / auf Höchste Landesfürstliche Verordnung herausgegeben
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So fuͤhrſt d 2 recht ſelig, 1, ja ſelig, und wunderlich! du es boſe mi da deine traun leugnen ſich 1. nd oft krumn.

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V. Von der Vorſehung.

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du verknuͤpfſt in kraft, ſie bricht, du bauſt; ſie baut, du reiſſeſt ein; ihr glanz muß dir ein dunkler ſchatten ſeyn. Dein geiſt bey todten kraft und leben ſchaft.

4. Will die vernunft was fromm und ſelig preiſen, ſo haſts du's ſchon aus deinem buch gethan: wem aber nie⸗ mand will dies zeugniß wei⸗ ſen, den fuͤhrſt du in der ſtill ſelbſt himmelan. Den tiſch der phariſaͤer laͤßt du ſtehn, und ſpeiſeſt mit den ſuͤndern, ſprichſt ſie frey: wer weis, was oͤſters deine abſicht ſey?

uns zu wohnen iſt dir lauter luſt, die reget ſich in deiner vater⸗bruſt, und gaͤngelt uns mit zartem kinder ſchritt.

7. Bald ſcheinſt du uns was harte anzugreifen, bald faͤh⸗ reſt du mit uns ganz ſaͤuber⸗ lich: geſchichts, daß unſer ſinn

ſucht auszuſchweifen, ſo weißt die zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir dann mit bloͤden augen hin, du kuͤſſeſt uns; wir ſagen beßrung zu. Drauf ſchenkt dein geiſt dem herzen wieder ruh, und haͤlt im zaum den ausgeſchweiften ſinn.

Wer kann der tiefſten weis⸗ heit abgrund ſehn?

§. Was alles iſt, gilt nichts in deinen augen: was nichts iſt, haſt du, groſſer Herr, recht lieb. Der worte pracht und ruhm mag dir nicht tau⸗ gen, du giebſt die kraft und nachdruck durch den trieb. Die beſten werke bringen dir kein lob, ſie ſind verſteckt, der blinde geht vorbey, wer au⸗ gen hat, ſieht ſie doch nicht ſo frey. Die ſachen ſind zu klar, der ſinn zu grob.

6. O herrſcher! ſey von uns gebenedeiet, der du uns toͤd⸗ teſt und lebendig machſt. Wanñ uns dein geiſt der weis⸗ heit ſchatz verleihet, ſo ſehn wir erſt, wie wohl du fuͤr uns wachſt. Die weisheit ſpielt bey uns, wir ſpielen mit, bey V

8. Du kennſt, o Vater, wohl das ſchwache weſen, die ohnmacht und der ſinnen un⸗ verſtand: man kann uns faſt an unſrer ſtirn ableſen, wie es um ſchwache kinder ſey be⸗ wandt. Drum greifſt du zu,

und haͤltſt und traͤgeſt ſie,

brauchſt vater⸗recht und zei⸗ geſt mutter⸗treu: wo nie⸗ mand meynt, daß etwas dei⸗ ne ſey, da hegſt du ſelbſt dein ſchaͤfgen je und je.

9. Alſo gehſt du nicht die ge⸗ meinen wege, dein fuß wird ſelten oͤffentlich geſehn, damit du ſehſt, was ſich im herzen rege, wann du in dunkelheit mit uns willt gehn: das wie⸗ derſpiel legſt du vor augen dar vor dem, was du in deinem ſinne haſt. Wer meynt, er hab den vorſatz recht gefaßt, der

wird