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II.
Von den Eigenſchaften Gottes.
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Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit Gottes. Mel. Kommit laßt euch 28. zrott vor deſſen an⸗
geſichte nur ein reiner wandel gilt; ewges licht, aus deſſen lichte ſtets die reinſte wahrheit quillt! Dei⸗ nes namens heiligkeit werde ſtets von uns geſcheut; laß ſie uns doch kraͤftig dringen, nach der heiligung zu ringen.
2. Heilig iſt dein ganzes
weſen, und kein boͤſes iſt an dir; ewig biſt du ſo geweſen, und ſo bleibſt du fuͤr und fuͤr? was dein wille waͤhlt und thut, iſt unſtraͤflich, recht und gut, und mit deines armes ſtaͤrke wirkſt du ſtets vollkom⸗ ne werke.
3. Herr, du willſt, daß dei⸗ ne kinder deinem bilde aͤhnlich ſeyn; nie beſteht vor dir der ſunder; denn du biſt vollkom⸗ men rein: du biſt nur der frommen freund; uͤbelthaͤtern biſt du feind; wer beharrt in ſeinen fuͤnden, kann vor dir nicht gnade finden.
4. O ſo laß uns nicht ver⸗ ſcherzen, was du uns noch zu⸗ gedacht, ſchaff in uns ſtets rei⸗ ne herzen! toͤdt in uns der ſuͤn⸗ denmacht! denn was ſind wir
ſen, gabſt du deinen Sohn da⸗ hin: o ſo reinige vom boͤſen durch ihn unſern ganzen ſinn; gieb uns wie du ſelbſt verheiſt, gieb uns, deinen guten geiſt, daß er unſern geiſt regiere, und zu allem guten fuͤhre.
6. Keiner fuͤndlichen be⸗ gierde bleibe unſer Herz ge⸗ weiht; unſers wandels groͤſte zierde ſey rechtſchaffne heilig⸗ keit: mach uns deinem bilde gleich: Denn zu deinem him⸗ melreich wirſt du Herr nur die erheben, die im glauben heilig leben.
Schon iſt der tag von g. 29 zerechter Gott, vor dein gericht mu alle welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem angeſicht, auch mir mein urtheil faͤllen: o laß nich dein gericht ſtets ſcheun und hier mit ernſt befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen.
2. Dit ſtehſt von deinem fe⸗ ſten thron auf alle menſchen⸗ kinder; beſtimmteſt jedem ſei⸗ nen lohn, dem frommen und dem fuͤnder; nie ſiehſt du die perſonen an, allein auf das, was wir gethan, ſiehſt du als rechter richter. 2
3. Viel gutes und barmher⸗
zigkeit giebſt du ſchon hier den
frommen! du ſchuͤtzeſt ſie vor
Gott, vor dir? du biſt heilig, manchem leid, darein die ſuͤn⸗
aber wir ſind verderbt, und wer kann zaͤhlen, groſſer Gott wie oft wir fehlen?
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der kommen. vor aller welt, daß dir der ei⸗
„ffer wohlgefaͤllt, den man der
So zeigeſt du
5. Uns von ſuͤnden zu erloͤ⸗! tugend widmet.


