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Hessen-Darmstädtisches allgemeines Gesang-Buch / auf Höchste Landesfürstliche Verordnung herausgegeben
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II. Von den Eigenſchaften Gottes.

4. Ja, Herr, du liebſt,

was recht und gut, und biſt ein freund der frommen; wer deinen willen gerne thut, wird von dir aufgenommen; ſein werk und dienſt gefaͤllt

dir wohl, iſt er gleich nicht

ſo, wie er ſoll, ganz rein von allen fehlern.

5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht ſcheut, dem fre⸗ velnden verbrecher, der dein geſetz und recht entweiht, biſt du ein ſtrenger raͤcher; ver⸗ achtung, elend, ſchmerz und hohn und tod iſt ſeiner bosheit lohn oft ſchon in dieſem leben.

6. Der unter ang der erſten welt, die aus der art geſchla⸗ gen; das feuer, das auf So⸗ dom faͤllt; Egyptens lange plagen, und andre wunder deiner macht, ſind zeugen, wann dein zorn erwacht, wie du den ſuͤnder lohneſt.

7. Bleibt hier viel boͤſes ungeſtraft, viel gutes unbe⸗ lohnet, ſo kommt ein tag der rechenſchaft, der keines fuͤn⸗ ders ſchonet; da ſtellſt du, Herr, ins hellſte licht, wie recht und billig dein gericht; dann triumphirt der frome.

8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das gute eifrig lieben; gib ſelber mir die kraft dazu; wirk inniges be⸗ truͤben, wann ſich die ſund in mir noch regt; dein herz, das lauter gutes hegt, ſey

9. Und weil vor dir, ge⸗ rechter Gott, nur die allein

Mittlers tod bey ihrer reue

ben eifrig ſuchen.

Wahrhaftigkeit und Treue

Gottes. Mel. Wer nur den lieben

nie deinen bund, o Gott, ver⸗ lezt; du haͤltſt getreu, was du verſprochen; vollfuͤhrſt, was du dir vorgeſezt: wan erd und himmel auch vergehn, bleibt ewig doch dein wort beſtehn. 2. Du biſt kein menſch, daß dich gereue, was uns dein mund verheiſſen hat; nach deiner macht, nach deiner treue bringſt du, was du ver⸗ ſprichſt, zur that; ſcheint die erfuͤllung gleich noch weit, ſo kom̃t ſie doch zur rechten zeit. 3. Und wie du das unfehl⸗ bar giebeſt, was deine lieb uns zugedacht; ſo wird, wann du vergeltung uͤbeſt, dein drohwort auch gewiß voll⸗ bracht: wer dich, o Gott, beharrlich haßt, fuͤhlt deiner ſtrafe ſchwere laſt. 4. O druͤcke dies tief in mein herze, daß es vor deinem wort ſich ſcheut; gieb, daß ich nie

meines herzens muſter.

leichtſinnig ſcherze mit deiner ſtraf⸗

beſtehen, die glaubig auf des

och nie haſt du dein 30. N wort gebrochen,

ſehen: ſo laß mich die gerech ſtigkeit, die mich von ſtraf und ſchuld befreyt, im glau⸗

he und

manſtat n erof. 3) 6 5 nir gewag dein befehl mit Unte . Doch laß wich fetem glauben der dener gnade trau kai den troſ uns ſe benden wir auf ſei hen baun? Du biſt hhndſärfin der ſich auf Go

1 Wie ſatk ſind ghubens⸗gründe! dan wort, das niema uid daß dies allnber de, haſtdu den eid figt. Wahrhaftgen den wund beſchwart liß mmeers glaubens

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