500 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
pflücke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unſterblichkeit.
7. Was ihr einſt war't, das bin ich jetzt, ein Pilger hier auf Erden, was ihr, entſchlafne Brüder, ſeyd, werd ich viel⸗ leicht bald werden. Nun dann; durchs Todesthal eilſt du, mein Geiſt, dem Vaterlande zu! 8. Doch dem nur wird der Uebergang zu jenem Vater⸗ lande ein Weg zum Heil, der muthig hier des Laſters Sklavenbande zerriß, der in der Prüfungszeit ſein Herz der Tugend treu geweiht.
9. Auf Gräbern der Ent⸗ ſchlafnen ſei der Tugend Bund aufs neue verſiegelt; hier gelobe ich der Tugend ew'ge Treue! Ja, heilig ſei mir jede Pflicht, bis einſt mein ſterbend Auge bricht!
Mel. Es iſt das Heit—
ein Heiland lebt 69 Mrhardie Racht des Todes ganz bezwungen, und ſiegreich aus des Grabes Nacht zu Gott ſich aufge⸗ ſchwungen. Er iſt mein Haupt, ſein Sieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes Leben ſeyn: und ihm will ich auch ſterben.
2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jeſu, ſchauen. Das iſt's, was mich zufrieden ſtellt, ſelbſt bei der Gräber Grauen. Ich bin getroſt und unverzagt, weil du den Deinen zugeſagt: ich leb', und ihr ſollt leben.
3. Wird gleich mein Leib
des Todes Raub; er wird doch
wieder leben, und einſt aus der Verweſung Staub ſich neuge⸗
bild't erheben. Wann du,o
großer Lebensfürſt, nun deine Todten rufen wirſt, zum Le⸗
ben aufzuwachen. 4. Wie froh und herrlich
werd ich dann vor dir, mein
Heiland, ſtehen! Dam
nimmſt du mich mit Ehren
an; läßt in dein Reich mich
gehen. Forthin von keiner Laſt beſchwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb ich bei dir dann ewig.
5. O welch ein ſel'ges Theil
iſt mir in jener Welt bereitet Der Freuden Fülle iſt beidir Von dir, o Herr, geleitet, wen
ich in deinem Himmelreich, un⸗
ſterblich, deinen Engeln gleich, vollkommne Luſt genießen.
6. Denn wo du biſt, da ſollen die, die dir hier folgen, leben,
und ewig frei von Schmenz und Müh, von Seligen umge⸗ ben, genießen deine Herrlich⸗
keit. O was ſind Leiden dieſer Zeit, Herr, gegen jene Freudenl 7. Laß die zukünft'ge Her⸗
lichkeit mir ſtets vor Augen
ſchweben; und oft in dieſer Prüfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir der Sterblichkeit entrückt, froh⸗ lockend vor dir wandeln.
8. Erwecke mich dadurch
zum Fleiß, der Tugend nach⸗
zuſtreben, und als dein Jun⸗ ger;
deinem fühl ich Schmerz; mit mein ein beßte In
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Fromme Tod zu ſeid ent, die uns 2. Hie das beſte mit Sor geben. nen, iſt nes Gl. 3. J ſicherm nach de ſchieden. keiden reiner 4. Ab eure Th ſchon, w nen: ihr des Mer verſtehe §. Ac richt fru n Erd mel erb Zeiten euc . H. b und fü hern b men erſt Irende!


