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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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494 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

des Todes Banden, führen aus des Grabes Nacht zu dem ew'gen Himmelsfrieden, den er ſeinem Volk beſchieden.

6. Ruhet wohl, ihr Tod⸗ tenbeine, ungeſtört in eurer Gruft; ruhet, bis der Tag erſcheine, da des Richters Stimm euch ruft! Nach des Lebens kurzen Leiden geht ihr ein zu ew'gen Freuden.

Mel. Nun laßt uns den Leib 8 So gib denn, 6 6 fromme Chri⸗

ſtenſchaar, der Erde das,

was Erde war; ſie beut dem

Müden Ruhe hier in ihrem Schooß, ſo wie einſt dir. 2. O Ruhe, Wunſch des Leidenden, du letzter Troſt des Weinenden, wo alle Noth vergeſſen iſt, wo keine Thräne weiter fließt! 3. Hier endet ſich der Fein⸗

de Trutz; hier findet der

Bedraͤngte Schutz; hier wird in ſüßem Schlaf erquickt, den manche ſchwere Laſt ge⸗ drückt.

4. Hier weicht die Hoheit mit dem Glück; es bleibt der bloße Menſch zurück. Ein enger Sarg, ein Leichen⸗

kleid ſind nun die ganze Herr⸗

lichkeit.

5. Hier hört der Kampf des Chriſten auf, vollendet iſt der ſchwere Lauf; der Geiſt eilt in ſein Vaterland zur Wonne, die er hier nicht fand.

6. Erinnre uns zu aller Zeit, o Gott, an Tod und Ewigkeit, damit wir ihren Wink verſtehn und freudig ihr entgegen gehn! b

Mel. So ſchlummerſt du

687 Noch ſtehen wir, o Gott, vor dir an dieſes Grabes Rande; noch erhält uns deine Macht hier im niedern Lande. 2. Wer weiß, wie bah dein Ruf erſchallt: Hinweg vom Erdenpfade! Sei und dann nicht fürchterlich, nimm uns auf mit Gnade.

3. O gib uns Kraft, gewis ſenhaft zu leben und zu le⸗ den! Führ uns Alle dur den Tod zu des Himmele Freuden!

Mel. In allen meinen Thata

a ſtehen win

688 D die Deinen, Unendlicher, und weinen en Grablied an der Gruft. Wi ſingen auf vom Staube, uns ſtärkt der Chriſtenglaube daß Gott uns einſt zum e ben ruft. 2. Fließt nur, ihr Thri nen, fließet! Ein Sterblichn beſchließet des Lebens kutzen Lauf. Nimm, mütterli t Erde, dein Kind, frei von Beſchwerde, in deine milden Arme auf! 3. Sei ihm ein Ruhebette nachtvolle Grabesſtätte, und 3 ühlend zu!

deck ihn kühlend 3 ſalui

nam nied ner Brül Erde dec ſanfter ſtört ke Gott iſt erweckt. 6. Zu gen wech gen, wo Heil die ſo ſingt auch er erwacht 7. Sch Betrübte! Geliebte licht. V Freude keide, un nen vom

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