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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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474 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

verliehſt du mir nicht Lind⸗ rung nur; ich danke dir auch Geduld und Faſſung. 2. So trag ich ruhig mei⸗ und dieſer zu dir ſich mein Herz, du Tage! Durch Leiden zogſt du mich zu dir, und nun, mein Va⸗

Troſt,

nen Schmerz Krankheit erhebe Schöpfer

Plage;

meiner

ter, biſt du mir ein Fels, auf den ich baue.

3. Du biſt es, der mich nicht verläßt, wenn auch der Tod erſcheinet; dich haͤlt mein Glaube dann noch feſt, wann Alles um mich weinet. Ich bin getroſt, wenn gleich betrübt die Freunde, deren Herz mich liebt, jetzt um mein Leben zittern.

4. Auch ſie verlaß, o Va⸗ ter, nicht; ſtaͤrk' ihre ban⸗ gen Herzen, erfülle ſie mit Zuverſicht und lindre ihre Schmerzen! Ja, dir empfehl ich ſie, o Herr! Sei du ior Schutz, Allgütiger, und trock⸗ ne ihre Thraͤnen!

5. Doch, ſollten meiner Tage viel noch unter Leiden werden; bin ich noch fern von meinem Ziel, dem Ende der Beſchwerden: ſo gib mir, Vater, deine Kraft, ie Muth in jedem Leiden ſchafft, die kämpfen hilft und ſiegen.

Mel. Wann wir in höchſten

Gram und Schmerz zerna⸗ b Herz!

gen immer noch mein Wie manche, manche lange Nacht hab ich ſchon ſeufzend durchgewacht!

2. Da ſchleicht ſo langſam

mir die Zeit; da iſt ſo öd Ich ſeufßy

die Einſamkeit! und ring' umſonſt nach Ruh',

kein Schlaf drückt mir die

Augen zu.

3. Doch trenn' ich mich noch nicht von dir, o Hoff⸗ nung! Nein, du bleibeſt mir. Gelegt, zu lindern Noth und Schmerz, hat Gott , dich liebend an mein Herz.

4. Er iſt's, der Muth und Zuverſicht durch dich zu die⸗ ſem Herzen ſpricht. Die Hülfe kommt; ich ſehe ſchon durch dich des frommen Dul⸗ ders Lohn.

5. O wär' kein Himmel, der einſt lohnt; duVater, hätteſt mich verſchont mit dieſem Kelch voll Bitterkeit, verſüßt mir meine kurze Zeit.

6. Noch fleht vor deinem Angeſicht dein leidend Kind:

iſt's möglich nicht, daß die⸗ ſer Kelch vorüber geh'? Doch nur dein Wille, Herr, ge⸗ ſcheh'! 1

7. Feſt halt ich immer mich an dich! Ach, ſtärk in mei⸗ ner Schwachheit mich! Du biſt ſo reich, ſo reich an Ruh'; ſend mir nur einen

Tropfen zu! Schon wieder 8. Doch bringt ihn nicht 651 Nacht und der Schlaf zu mir; ſo bringt

mir

mir doch mehr ſenn Tod, der in Noth.

Mel. Wer

652

nun abe bracht. Laſt ertr immer, Auch heut mir, un dir dafür 2. Nu wir jetzt mehrt ſ Da ſeuft wie lane ne, matt jeden S immer m 3. E vor meit Glüͤcklich Nur ſelte Schlumm tete Natt mir die ſchreckt n

ein fähle läſternden ein Gott