472 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
uns verhängſt, du haſt nicht Luſt an ſeiner Pein; auch ſie ſoll mir zum Heil gedeihn.
2. Auch durch die Noth führt mich zum Ziele der Seligkeit, Gott, deine Hand und deine Tröſtungen, wie viele haſt du mir ſchon ins Herz geſandt! Wie oft ruft mir dein Wort nicht zu: Gott iſt dein Vater; Kind biſt du!
3. O du, mein beſter Va⸗ ter, glaubte nur meine Seele kindlich dir! O daß mir doch kein Zweifel raubte den ſü⸗ ßen Troſt: Gott iſt bei mir! Ja, Vater, deine Huld und Kraft iſt Allem nah, was ſie erſchafft.
4. Wenn Schmerz und Lei⸗ den mich beſtürmen: ſo denk ich dein und deiner Huld. In allem Weh, in allen Stuͤr⸗ men verleih mir Weisheit und Geduld! Beruhige mein Herz, und ſprich: ſei nur getroſt und hoff auf mich!
5. Wie litt im allerbäng⸗ ſten Leiden ſo ſtille duldend Jeſus Chriſt ! Leid ich ihm nach, ein Meer von Freu⸗ den, das ewig unerſchöpflich iſt, umfließt mich dann vor ſeinem Thron. Wie mein Leiden, ſo mein Lohn!
6. Durch Leiden wird mein Herz ihm offen; durch Glau⸗ ben naht ſich ihm mein Geiſt. Der ſtille Dulder nur darf hoffen, darf hoffen das, was Gott verheißt. Zu ſol⸗
pflegen;
cher Hoffnung ſtärke mich: ſo preiſ' ich auch in Schmer⸗ zen dich.
Mel. Wann mein Stündlein
6 48 Es iſt dein Wille, Herr, mein Gott, daß ich jetzt Schmer⸗ zen leide; doch du biſt Hel⸗ fer in der Noth und kehrſt ſie gern in Freude. Was ich bedarf, iſt dir bekannt; mein Leben ſteht in deiner Hand; deß ſoll mein Herz ſich tröſten! 2. Voll Hoffnung wend ich mich zu dir; ich bleibe dir ergeben, Herr, wie du willſt, ſo ſchicks mit mir, zum Sterben oder Leben! Bei dir allein ſteht meine Zeit; un mache mich der Seligkeit durch deine Gnade würdig. 3. Verhüte, daß der Krank⸗ heit Pein zu ſchwer mir Schwachen werde. Laß mir Erquickung angedeihn, er⸗ leichtre die Beſchwerde. Du Vater, weißt, was jeden Tag zu tragen ich, dein Kind, vermag; hilf und erbarm dich meiner!— 4. Erquicke, Gott, und ſtaͤr⸗ ke ſie, die liebreich meiner lohn' ihnen ihre Treu' und Müh' mit deinem beſten Segen! Gib gegen ſe mir Freundlichkeit; gib ih nen, Gott, Gelaſſenheit, Ge⸗ duld mit meiner Schwäche. 5. Soll tödtlich meine Krankheit ſeyn, und ſteht mein
mein G laß nich rein, a hoffen! Kampfen mir und ſterbend
Mel. N
Kumme täglich zu Kla⸗ zwingt unerhöt mein H à6 beizuſe mein H mir wi dein w Gib m im Sc ergebne


