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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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462 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

zugeſchickt, allein allmachtig ſteuern. 1

5. Es haben Lanzen, Spieß und Schwert, mit welchen Feinde drohten, ſchon oft in Sicheln ſich verkehrt; ſo⸗ bald dein Wink geboten. So mächtig biſt du immer noch; ach ſo gebeut, ſo rede doch! Was du ſprichſt, muß ge⸗ ſchehen.

6. Vergib uns gnädig unſre Schuld, vertilge unſre

o Herr, bebet unſer Herz nicht mehr. Ach, wir Alle beten dann deine Macht mit Freude an. Aber jetzt noch ſeufzen wir, jetzt noch flehn wir angſtvoll hier um Er⸗ barmen, Gott, zu dir!

Mel. Wann mein Stündlein

5 aſt du denn ganz 630H dein Angeſicht o Herr, vor uns verborgen? Vernimmſt du unſre Seuf⸗ zer nicht; entgehn dir unſre Sorgen? Uns drücket eine ſchwere Macht; Gott, wenn nicht deine Vorſicht wacht,

ſo müſſen wir verderben.

2. Der Krieg im blutigen Gewand verheeret die Gefil⸗ de, und Noth und Armuth drückt das Land, das ſonſt dein Segen füllte. Ach, Aller

Herz iſt freudenleer und kei⸗ un nit w ne Ruh erquickt uns mehr; dir, von Angſt befreit, die ſie iſt von uns gewichen. Opfer unſrer Dankbarkeit in

3. Gefahr umgibt uns in ſichern Tempeln bringen. der Nacht und wächſt mit 8. Regiere du ſelbſt unſern jedem Tage. Sind wir von Sinn, daß wir, dir ganz kurzem Schlaf erwacht, ſo ergeben, des Laſters Bahn wacht auch unſre Plage. Der nit Abſcheu fliehn und nur harten Krieger wilde Wuth droht uns mit Feuer und mit Blut; o wer, wer kann uns ſchützen!

4. Du kannſt es, du, er⸗ habner Gott. Es ſteht in deinen Händen, uns zu er⸗ retten, unſre Noth zu un⸗ ſerm Glück zu wenden. Du kannſt dem Elend, das uns drückt, das dein Gericht uns

voll Vaterhuld; ſo laß auch nun dich finden! Ach dämpfe unſrer Feinde Wuth, löſch aus des Krieges wilde Glut, eh ſie uns ganz verzehret!

7. Gib deiner Gnade theu⸗ res Pfand, gib uns den Frieden wieder! Errette das bedrängte Land, erhalt uns unſre Guüter, damit wir

ſen dich, Erbarmer, nicht, bis uns dein huldreich An⸗ geſicht zum Segen wiedet ſtrahlet!

Zur Friedensfeier. Mel. Herr, Gott, dich loben

631 34 dir, Unendli⸗

Sünden! Du biſt ein Gott

der Tugend leben! Wir laß

cher, zu dir, All- gütiger, der Völkern ſin i

ſeyn get ſandte,; unſer Ju unſter ſingt unſ von Dan kobgeſan ſei Got ſcher, gluͤcker, densgebe 2 dir gleich Macht ſo ein Wo ſchweigt. Wort: ſch tief Gott, dein( Völker Schwer bedräun und der wird R ſobald, dräut, u ſeyn gebe 3. W verheere Völker; Angſt u umgab; ſtand da Vruͤder Schaaret

hin; und

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hraͤnen furchtha Zwiſt. ger, er