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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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1.

ſeyn gebot und Frieden ſandte, zu dir, Gott, ſteigt unſer Jubelton empor! Zu unſrer höhern Brüder Chor ſingt unſer Herz, entflammt von Dank, den lauten hohen Lobgeſang. Gelobt, gelobt ſei Gott ! der Weltbeherr⸗ ſcher, Gott ! der Weltbe⸗ glücker, Gott ! der Frie⸗ densgeber, Gott !

2. Wer iſt an Majeſlaͤt dir gleich! An Güte und an Macht ſo reich! Du ſprichſt ein Wort: der Himmel ſchweigt. Du ſprichſt ein Wort: der Erdkreis neigt ſich tief anbetend vor dir, Gott, und ehret ſchweigend dein Gebot! Du ſſiteheſt Völker ſich entzwei'n, mit Schwert und Waffen ſich bedräun: die Waffen ſinken

und der Streit wird ſtill,

wird Ruh' und Einigkeit, ſobald, Herr, deine Rechte dräut, und Völkern ſtill zu ſeyn gebeut.

3. Wie ſchreckend, wie verheerend war empörter Völker Zwiſt! Gefahr und Angſt und Noth und Tod umgab uns drohend; offen ſtand das Grab, und unſre Brüder ſanken hin, bei Schaaren in das Grab da⸗ hin; und Schmerz der Mut⸗

terherzen brach, und blut'ge

Thränen folgten nach. Gott , furchtbar war der Völker Zwiſt. Dank dir, Allgüti⸗ ger, er iſt durch dich, der

unter beſondern Umſtaͤnden.

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Erd und Himmel trägt, ge- ſchlichtet und nun beigelegt! . Das Schwert, das Bruderblut vergoß, iſt weg⸗ gelegt, aus deinem Schooß ſtromt uns des Friedens ſanfte Ruh und Ueberfluß und Segen zu. Hier liegen wir und beten an dich, Gott, der dies an uns gethan! 5. Laß ihn, laß ihn beſtaͤn⸗ dig ſeyn, den Frieden, deß wir uns jetzt freun; in ſei⸗ nem Schooße laß uns nun, und ſpät noch unſre Nachwelt ruhn! O ſegne, Gott, das Vaterland, den Fürſten , ſegne jeden Stand! So lang du uns noch wallen heißt, im

Pilgerthal, laß deinen Geiſt den treuen Führer Aller ſeyn!

Dann führ' zur ew'gen Ruh' uns ein! Amen!

Mel. Lobet den Herren, den 632 Nabet anbetend 2 dem Gnädigen, nahet Beglückte! Singt ihm; er iſt's, der den Frieden vom Himmel uns ſchickte! Preiſet ihn hoch; weg iſt das härteſte Joch, das unſer Vaterland druͤckte.

2. Vater, du weißt es, was wir von der Zwietracht erfuhren; grauſe Verhee⸗ rungen ſind noch die trauri⸗ gen Spuren! Aber wie hell rinnt nun der Segnungen Quell durch die verwuſteten Fluren!

3. Hör, o Allgütiger, gnä⸗

dig