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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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Ende da.

95ʃ Geſinnung und Verhalten des Chriſten

7. Vielleicht iſt bald mein Hilf, daß ich in der Zeit, die mein noch iſt, mit Sorgfalt ja ſchaff' meine Seligkeit.

8. Dann darf ich von der Pilgerzeit den letzten Tag nicht ſcheun. Er wird zur frohen Ewigkeit mir mein Geburtstag ſeyn.

Die Lebensalter. Mel. Wer nur den lieben Gott

18 Jer du den Men⸗ 617 Deſcene ſchafff

und leiteſt, und huldreich ihn als Vater liebſt, was ihn erfreut, ihm mild berei⸗ teſt, Heil ihm in jedem Al⸗ ter gibſt: es lebe, Herr, zu deinem Preis der Jüngling und der Mann und Greis!

2. Verleih dem Jüngling Kraft und lehre ihn Mäſſi⸗ gung, wenn er ſich freut; gib Demuth auf der Bahn der Ehre, gib Muth ihm, wenn Gefahr ihm dräut! O laß ihn thätig, gut und rein und ſtark in der Verſuchung

ſeyn.

3. Dem Mann hilf wir⸗ ken: hilf ihm ringen, den Eigennutz, den Hang zur Raſt, die Luſt der Welt, ſich ſelbſt bezwingen, und tra⸗

gen ſeiner Arbeit Laſt; ſein

Lebenstag ſei nicht zu ſchwül, und immer vor ihm ſei ſein Ziel!

4. Erſcheint ſein Abend dann dem Greiſe, ſo gib

dem Müden einen Stab; er freue ſich des Guten weiſ, was er hier that, was er hier gab; dies ſei ihm, wenn ar ſterbend fallt, ein Führen

zu der beſſern Welt! Für die Jugend. Mel. Werde munter, mein

61 8 Unfe Kindheit 1 0 unſre Jugend, jedes Alter darf ſich freun. Auch die Fröhlichkeit iſt Tu gend, aber heilig muß ſe ſeyn; nicht ein Taumel, der bethört, der Gefühl und Kraft zerſtört; wilde Lüſt muß ſie ſcheuen und die Seele nicht entweihen.

2. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keuſchen Bruſt toben nie der Reue Schmerzen, wohnet wahre Ruh' und Luſt, Unbeherrſh te Sinnlichkeit tödtet die Zufriedenheit; ſie vergiftet alle Freuden und erzeuget bittre Leiden.

3. Reiner Sinn und Un⸗ ſchuld ſchmücket mehr, ale Schönheit; denn ſie mehtt jede Luſt, die uns entzücket jedes Glückes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell, ſie nur koönnen voll Vertrauen hoffen, Gott dereinſt zu ſchauen.

4. Drum, o Gott , laß uns geſellig, froh und willig zu erfreun, liebenswürdig und gefäͤllig, aber nur durch Tugend

Tugend Schmeich den und Frechheit mer unſer

5. Laß der Sitt Herz ente Paläſt? Tugend der ſtreb weſſen1 iſt, daß die Erde ſchöner i

NMel. Wi

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Morgen und Se ſchäftigt gen der? keit, win der Juge Reize fli nur für für Pfli lanft

2. Vo Muth der Wei feſtem e ter und! hinan,

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