446 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
Nacht; auch Segen iſt uns 4. Wie kräftig hebt ſich das dein Gericht und deines Getraide, getränket durch
Blitzes Pracht. den Regenguß, und wie ver⸗
5. Du reinigſt durch den gnügt vetritt die Weide des Blitz die Luft; dein Regen neubelebten Thieres Fuß! tränkt die Saat; es ſtaͤrkt Wie athmen wir ſo ſanft ein balſamreicher Duft, und leicht, wenn ſchwuͤle was erſt geſchmachtet hat. Luft dem Donner weicht.
6. Laß frei das Herz von 5. Herr, deine Güte ſei Aengſten ſeyn, wenn uns erhoben, im Wetter wie im dein Wetter droht! Weg, Sonnenſchein! Wer wollte bange Furcht, wir ſind ja dich nicht ewig loben? Du dein, du biſt die Lieb', o kannſt und willſt uns ſtets Gott ! erfreun. Mich ſchrecken Blitz
und Donner nicht; denn du
Nach dem Gewitter. biſt meine Zuverſicht.
Mel. Wer nur den lieben Gott
Wille! Der Donner ſchweigt, 606 Des neuen Jah⸗ res erſter Mor⸗
die Blitze fliehn; es ſchmückt in angenehmer Stille der
friſche gen bricht, meine Seele, fuͤr
dich an; ermuntre dich zu
Sonne Glanz das Grün. O du mein Geiſt, nun opfre Dank! Erhebe dei⸗ nen Lobgeſang.
edlern Sorgen und wandle auf der Tugend Bahn. Bleibſt
2. Ja, preiſe freudig den du ihr treu, folgſt du ihr
Erretter, der ſeine große nach, ſo weckt dich einſt ein Kraft bewieß, den Welten⸗ ſchönrer Tag. herrn, der ſich im Wetter 2. Was iſt es anders denn, ſo majeſtätiſch hören ließ, als Gnade, daß Gott dir die⸗ der Blitzen ihre Strahlen ſes Jahr noch ſchenkt, lenkt, und gnädig ſeines dich ſo gern auf ſeine Pfa⸗ Volks gedenkt. de mit treuen Vaterhänden 3. Nimm mit Bewund⸗ lenkt? Was iſt es anders, rung ſeine Güte auch ſelbſt als Geduld, als Nachſicht im Ungewitter wahr; denn gegen deine Schuldd? jedem forſchenden Gemuͤthe 3. So nütz auch dieſes ſtellt ſich auch hier ihr Schau⸗ Jahres Tage, als Tage dei⸗ platz dar. Zum Beſten jeder ner Pruͤfungszeit, daß kei⸗ Kreatur bemerkt man ihres ner dich vor Segens Spur.
und
Gott verklage,
daß keiner dich im Tode reut.
reut. Go immer u ſchaft bor 4 Ern nen Pflie ſchwerſter gern und ten, ſuch ſieg die deine Ta nutzt laß 5. Ge dies Pilo Gott , de zur Tugen ben, ſo Tugend nach kur Loos der 6. W Beſtrebe ner Bruͤ du einſt b ruhig he du ſagſt, dann, ich gethan; „1. Un Gottes eine Zeit du aus ne, die hat. Dru in deinem pfeſt fir


