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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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445 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

helfen will und kann, nimmſt gewiß dich unſrer an.

Nach verliehenem Regen. Mel. Kommt, kommt, den

6 00 Ein milder Re⸗ *4 gen ſinket er⸗ quickend auf die dürre Flur; wie labt ſie ſich, wie trin⸗ ket ihn jetzt die ſchmachtende Natur! Die ſanften Ströme kühlen die Lüfte weit umher, und die Geſchöpfe fühlen ſich nicht mehr träg und ſchwer. Gott ſpricht: und Seufzer ſchweigen und Hitz' und Duͤr⸗ re fliehn, und fromme Lie⸗ der ſteigen empor und prei⸗ ſen ihn.

2. Mit Freud' im Ange⸗ ſichte beſchaut der Landmann nun ſein Feld. Erquickt hat Gott die Früchte; er iſt Ver⸗ ſorger ſeiner Welt. Wie wal⸗ len nun die Aehren, vom Mark der Erde voll, das ſeine Menſchen nähren, das ſie erfreuen ſoll! Auf, prei⸗ ſet Gottes Milde! Er iſts, der Regen ſchickt und lech⸗ zende Gefilde voll Vaterhuld erquickt.

3. Erhalter unſers Lebens, Gott, dem wir uns jetzt dankbar nahn, o laß uns nicht vergebens die Gaben deiner Hand empfahn! Du ſendeſt Thau und Regen, gibſt milden Sonnenſchein; du eilſt, mit deinem Segen uns Alle zu erfreun. Wir wollen dich erheben, dir

Höchſter, ſtets vertraun, und fromm und weiſe leben, bis wir dich ewig ſchaun.

Flehn um Sonnenſchein. Mel. Mache dich, mein Geiſt, ber.

b chmerz und Kla⸗ 601 S ge füͤllt das Land; traurig ſtehn die Früchte; hilft uns, Gott, nicht deine Hand, ſind ſie bald zu nichte. Zeig uns doch Gnade noch! Vater, voll Er⸗ barmen, hilf, ach hilf uns Armen.

2. Du regierſt der Wol⸗ ken Lauf, und beſiehlſt dem Regen. Sprich ein Wort, ſo hört er auf, und uns bleibt dein Segen. Steh uns bei und zerſtreu, Herr, mit ſtarker Rechte unſers Kummers Nächte!

3. Sende warmen Son⸗ nenſchein, der die Frucht er⸗ quicke! Sieh, wir ſchaun auf dich allein mit des Glau⸗ bens Blicke. Guter Gott, gib uns Brod und nach mancher Plage wieder Freudentage!

4. Preis und Ruhm ſei dir geweiht, Vater aller Gnade! Hilf, daß uns die ſchwere Zeit nicht am Her⸗ zen ſchade! Dir, nur dir, wollen wir gern zur Ehre le⸗ ben und uns ganz ergeben.

Nach verliehenem Sonnenſchein. Mel. Nun laßt uns Gott

(Ertönt, ihr Freu⸗ 602 E Nnleeder Sie

ſcheint

ſcheint; Wir ſehl die lang 2 Un Sorgen Morgen, thürmten ſtrmten. 3. d. ſahen n nahen.

Menſcher

ganz dure 4. d. höhen, zens Fle was wir teſt unſre 5. Sc nieder: wieder. Sonne, Wonne. 6. Wir mit fröh Ja, unſer ewig dir e

Bein Mel. Wies

603, Gite vo. nedeüllt, nernd au ruft vollg Anbetend nieder; de bebt die ſegens

ſſt der Her