436 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
Er vertraut die Saat der Erde, ehrt durch fromme Zuverſicht ſeiuen Gott und zweifelt nicht, daß ſie wohl gerathen werde; bringt ſchon hoffnungsvoll ihm Dank. Preiſ' auch du ihn, mein Geſang! 3. Glänzend und im Feier⸗ kleide prangt die bluͤthen⸗ reiche Flur. Jede Blume duftet Freude, preiſt den Schöpfer der Natur, der den Thau ſchafft, den ſie trinket, daß ſie nicht zu bald verblüh', der ihr Samen gibt, wenn ſie welkend end⸗ lich niederſinket. Bring auch du ihm Lob und Dank, preiſ' ihn fröhlich, mein Ge⸗ ſang! 4. Dieſer Fruͤhling, wie geſchwinde, o wie ſchnell wird er verblühn! Wie die Spreu, verweht vom Winde, ſo wird ſeine Pracht ent⸗ fliehn! Aber, Gott, vor dei⸗ nem Throne wird ein ew'ger Frühling ſeyn, ewig wird
7
er uns erfreun, ringen wir
uur nach dem Lohne reiner
5. Alle Herrlichkeit der Erde iſt nur Schimmer von dem Licht, das ich ewig ſchauen werde dort vor Got⸗ tes Angeſicht. Auch das
freudenreichſte Leben hier auf
mein Gott, ſei Lob und Dank! Ewig preiſt dich mein Ge⸗
ſang!
587 OEne veſ
Auf Bergen, wie im Thal, iſt
Freud' an Freude hingeſtreut
und Schönheit überall.
2. Belebend iſt der Wieſe Grün, entzückend jede Flur; und wie viel tauſend Blu⸗
men blühn im Garten der
Natur?
3. Mit reichen Blüthen prangt der Baum, und oben ausgeſpannt, wie ſtrahlt der blaue Himmelsraum: ein unbekanntes Land!
4. Blickt hin in Tiefen und auf Höhn, auf Flur und Wald und Feld!] Fühlt, was unnennbar iſt; wie ſchön iſt unſers Gottes Welt!
5. Doch nur dem Tugend⸗
haften, nur dem Menſchen⸗ freunde lacht die ſchöne herr⸗ liche Natur in aller ihrer Pracht. 6. Drum ſeid und machet froh und gut; reicht gern die Brüderhand; naht dann der Tod, ſo geht mit Muth ins unbekannte Land.
7. Macht dieſe Erde ſchon ſo ſchön entfernter Sonnen⸗ ſchein; o Gott, wie wird
in jenen Höh'n der Sel'gen
Wohnung ſeyn! h g ſey Im
In Mel. Wie p
588
Freude;! pfer, deine in einem und Tha
eld! L jede Stät wohin ich nah, und hin ich ſch ren, in turen, e halter, d
2. W
war de Blüthe; mers e vollen,


