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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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442 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

Ruhm, ſegne mich, dein Ei⸗ genthum!

7. Hülfe wolleſt du mir ſenden, wenn Gefahr und Noth mir droht; Alles mir zum Beſten wenden, es ſei Leben oder Tod! Sterb' ich, Herr, ſo nimm mich hin, wo ich nicht mehr ſterblich bin!

Nel. Befiehl du deine Wege

8O(ob ſei Gott , der 563 L den Morgen uns ſendet nach der Nacht; der, wenn wir ohne Sorge ent⸗ ſchlummern, für uns wacht, der uns im Schlaf erquicket und unß're Kraft erneut; Gott, der die Erde ſchmücket, und, was er ſchuf, er⸗ freut!

2. Von dir iſt mir gege⸗ ben, Herr, was ich hab' und bin. Und dies mein irdiſch Leben flieht ſchnell zum Tode hin. Bald iſt ſie ganz ver⸗ ſchwunden, der Wallfahrt kurze Zeit: doch häͤngt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit.

3. O ſüßer, hoher Glaube, vom Tod einſt aufzuſtehn! Mein Leib nur wird zu Staube: mein Geiſt wird nicht vergehn. Ach, laß mich's nie vergeſſen! Der heil'gen Hoffnung voll, laß täglich mich ermeſſen, was einſt ich werden ſoll.

4. Sollt' ich nach Wolluſt ſchmachten? Ihr Lohn iſt

Reu und Schmerz! Nach Reichthum ten? Nie komm' es in mein Herz! Hienieden ſchon auf

Erden ſoll meine Seele rein ein Tempel Gottes werden,

ganz ihm geheiligt ſeyn!

5. nicht!

ſicht.

In eigener Melodie.

angſtlich trach⸗

Getroſt, mein Geiſt! ermude in deinem Kampfe Dich ſtärket Gottes Friede mit Kraft und Zuver⸗ Ermunt're dich und ſtreite: des Sieges Lohn iſt nah! Getroſt! Vielleicht iſt heute des Kampfes Ende da.

A/ ein erſt Ge⸗ b 564 M ſchäft ſei

Preis und Dank; erhebe Gott , o Seele! Der Herr hoͤn deinen Lobgeſang; lobſing ihm, meine Seele!

2. Mich ſelbſt zu ſchuͤtzen ohne Macht, lag ich und ſchlief im Frieden. Wer ſchafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden?

3. Wer wacht, wann ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer

-

ſtarkt mein Blut in ſeinem Fleiß, und ſchützt mich vor

Gefahren? 4. Wer ſeine Pflicht, ſich ſicher zu

bedecken? Wer ruft dem Tag und ſeinem Licht, die Seele Herr,

dein iſt un⸗

zu erwecken? 5. Du biſt es, Gott der Welt, und

lehrt das Auge

unſer Let der es ul jetzt neu 6. Gei der Mach Treue, ſanften Tags erj 7. Laj mir rah wallen; ſelber i Wohlget 8. N. gnädig i meine S Retter i ter, wer 9. G. Zuverſic und Ru das ſe willig 10. 7 keit und beſſern zichtig, b Sinn un 41. 8 ſten bii und A. gern an und ihre 12. 7 Poengze gerieße, mit F gebent

Nel. J