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weckt; der ſelbſt die Schwa⸗ chen gern beruͤckt und liſtig in ſein Netz verſtrickt!
5. Wie troſtlos wird er einſt ſich ſehn, wenn um ihn die Verführten ſtehn, und wenn nun jeder laut ihm flucht, ihm ſeine Qual zu mehren ſucht, vor dir, o Richter, ihn verklagt, und dann ſein frecher Geiſt ver⸗ zagt!
6. Fern ſei ſo ſchwere Schuld von mir! Ja, Va⸗ ter, ich gelob es dir! Mein Beiſpiel reize jederzeit zur Tugend nur und Frömmig⸗ keit! Gib ſelbſt, o Gott, gib mir die Kraft zu dem, was Heil und Segen ſchafft!
Beſcheidenheit.
Mel. Wer nur den lieben Gott
7 on dir in dieſe 498 Welt gerufen, ſtehn, Vater, alle Menſchen hier auf niedern und auf hö⸗ hern Stufen, und, was ſie haben, kommt von dir; du macheſt arm, du macheſt reich: doch vor dir ſind wir Alle gleich.
2. Nicht jeder hat, was Andre haben; und das iſt Gute; denn du gibſt dem dieſe, jenem andre Gaben, weil du, als Vater, Alle liebſt; es ſollen Alle gluͤcklich ſeyn und jeder ſich des An⸗ dern freun.
3. Beglücken und ſelbſt
Pflichten gegen den Naͤchſten.
glücklich werden, iſt Aller Ruf, iſt Aller Loos. Darum iſt dieſer hier auf Erden ge⸗ ring und arm, der reich und groß; der hat mehr Kraft, der mehr Verſtand und je⸗ ner braucht, was der erfand.
4. Wer hat mich Andern vorgezogen? Wer wieder andre Menſchen mir? Du, Gott, durch freie Huld be⸗ wogen; denn alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin Alles, was ich bin, durch dich.
5. Und ich, ich ſollte nicht beſcheiden und fern von al⸗ lem Stolze ſeyn; ich den, der mehr empfing, beneiden, mit ihm mich ſeines Glücks nicht freun? Wär ich wohl, hätt' ich mehr als er, auch beſſer dann und ſeliger?
6. Nein, gerne will ich Andre ehren; wie arm, wie niedrig ſie auch ſey'n. Sie können meiner nicht ent⸗ behren; ich kann mich ohne ſie nicht freu'n. Nähm keiner meines Glücks ſich an: wie arm, wie hülflos wär' ich dann!
7. Wer eitler Ehre gern entbehrt, und Tugend an Geringen gern erkennt und ſchätzet, der verehret der Nie⸗ dern und der Hohen Herrn! Wohl ihm! Denn mit Zu⸗ friedenbeit lohnt Demuth und Beſcheidenheit.
8. Sie ſchmuckt das Alter,
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Mel. Wie gr.
49 ter! Ihr; Fromme gla hat enen G. und eite hof raubt. Ich ſ land lehen; nicht ſterben verflärtem ſchau ich i mel an.
2. Wa Weltbezwit die größte Dem höchſ geringer, al ve, den ihr Zeit nit i genießt ihr Raub! M heute„ haß ihr waret Staub.
à Was ſin ut Freuden zeuch tru Chrit ſalte den? Ful Grabes Na mit erhitze nen Tages nahe ſhrec euer Glück


