346 Pflichten gegen uns ſelbſt.
her Zuverſicht, mit immer neuen Sorgen.
3. Mein banges unruhvol⸗ les Herz, unfahig ſich zu faſ⸗ ſen, wird ſich dem Gram, dem kleinſten Schmerz ganz troſtlos überlaſſen, bekäm⸗ pfet ſeinen Kummer nie; wünſcht zwar, ihn zu ver⸗ mindern: und ſucht doch, ohne Fleiß und Müh', um⸗ ſonſt ihn zu verhindern.
4. Du, Vater, weißt, was mir gebricht; du kenneſt meine Leiden. verwandeln ſie ſich nicht, wenn du es willſt, in Freu⸗ den! Die Laſt, die du mir auf⸗ erlegt, kann mich nicht nie⸗ derdrücken, wenn ſie mein Herz nur willig trägt, wirſt du mich bald beglücken.
5. Gott, deine Hülfe iſt nicht fern, wenn man ſich ganz dir weihet; du retteſt, tröſteſt, ſegneſt gern den, der ſich ihrer freuet. O laß mein dir ergebnes Herz auf dieſe Hülfe ſehen: ſo werd' ich auch im größten Schmerz durch dich, mein Gott, be⸗ ſtehen!
Mel. Jeſus, meine Zuverſicht 460 Säe deine Thrä⸗
—= nenſaat, from⸗ mer Dulder, hier im Glau⸗ ben! Noch ſo dunkel ſey dein Pfad: laſſe dir den Troſt nicht rauben, daß nach die⸗ ſer Dunkelheit dich ein helles Licht erfreut!
Wie leicht
2. Ausgerungen haben
ſchon Viele, die im Glauben litten. Sieh', ſie ſtehn vor Gottes Thron; ihre Krone iſt erſtritten. Du, auch du wirſt Sieger ſeyn, und dich bald der Krone freun.
3. Weislich hat des Va⸗ ters Hand manches Kreuz dir auferleget. Ihm iſt deine Noth bekannt; er iſt's, der dich liebreich träget. Väter⸗ lich iſt ſein Bemühn, dich zum Himmel zu erziehn.
4. Es iſt Liebe, wenn er dir Lebensglück und Freude ſchenket; es iſt Liebe, wenn dich hier Angſt und Schmerz und Kummer kränket. Gott iſt Vater, mild und gut: Lieb iſt Alles, was er thut.
5. Lerne denn Gelaſſen⸗ heit, Unterwerfung und Ver⸗ trauen! Einſt am Ziel der Prüfungszeit wirſt du froh hernieder ſchauen auf den Weg, der durch die Nacht dich ins Land des Lichts ge⸗ bracht.
6. O dann fließt ihr nicht mehr, Thränen, die ihr hier gefloſſen! Wie ein Strom von oben her, wird dann Troſt ins Herz gegoſſen, und
vor dem verklaͤrten Blick
ſchwebt des Himmels ew'ges Glück.
7. Drum ſey, Dulder, un⸗ verzagt, harr' in deiner Näch⸗ te Grauen! Wann der große
Morgen tagt: wirſt du die
Gefilde ſchauen, die dem Sie⸗ ger
Ge
get offe ſe ne winken ſ
§. Dortb daid, wie de Senne: vo Evigkeit kand der Himath 9e ſelig da zu Mel. Wer 612 den. Dies murte nicht! gen ihnen Nacht und Sonnenlich wit Gelaſſ die Leiden
2 Dure Gott bewe von der L Peisheit ren, mit was ihm 9 nit kindliche iin und ſein


