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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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4. O laß von deiner Herr⸗

lichkeit mich immer mehr ent⸗

decken, und wenn mein Geiſt ſich ihrer freut, ihn immer mehr erwecken, daß er nur Wahrheit ſucht und liebt; doch, wenn er ſich im For⸗ ſchen übt, laß ihn bei Dun⸗ kelheiten, wo er ſich leicht zu weit verliert, wo Täu⸗ ſchung leicht ihn irre führt, die Pflicht des Glaubens leiten!

5. Denn ganz kann mei⸗ ne Faſſungskraft nicht deine Größe ſehen, nicht Alles, was dein Rathſchluß ſchafft, ergründen und verſtehen. Wagt darum die Vernunft zu viel; will ſie das ihr ge⸗ ſetzte Ziel aus Vorwitz über⸗ ſchreiten: ſo laß mich dieſen Vorwitz ſcheun; du wirſt mir einſt mehr Licht verleihn,

nach dieſes Lebens Zeiten.

6. Dann werd ich, was ich hier nicht weiß, erfahren und verſtehen; dann läßt des Geiſtes reger Fleiß mich im⸗ mer weiter ſehen, dann wird mir Alles offenbar, was mir hier unerforſchlich war in deiner Weisheit Wegen. Er⸗ haben über Welt und Zeit, eil ich dann der Vollkom⸗ menheit und reinem Licht entgegen.

Mel. Wer nur den lieben Gott 4 ein Gott, du 3 5 6 Moun neſ zwar

im Lichte, dahin kein ſterb⸗

in Hinſicht auf Gott .

259 lich Auge dringt; doch gibſt

du uns zum Unterrichte dein

Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Aller⸗ höchſter, biſt, und was mit uns dein Endzweck iſt. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernſtlich es betrach⸗ te, ſo hilf ſelbſt meinem Forſchen fort! Laß für der

Wahrheit hellen Schein mein

Aug' und Herz ſtets offen ſeyn! b 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, wenn es mich warnt; ermahnt, belehrt; daß weder Luſt noch Wahn mir raube, was mir den beſten Troſt gewährt! Kein Spott der Welt verführe mich, kein Zweifel ſei mir hinderlich!

4. Das iſt der Weg zum ew'gen Leben, daß wir, v Vater, dich und den, den du zum Heil uns haſt gege⸗ ben, erkennen, lieben und erhöhn. O führe du auf die⸗ ſer Bahn mich ſelbſt durch deine Wahrheit an!

5. Vor Allem gib, daß ſtets lebendig bei mir, Gott, dein Erkenntniß ſei, und daß ich dir darnach beſtändig

Lieb', Ehrfurcht und Gehor⸗

ſam weih! Hilf, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß! 3

6. Washilft das richtigſte Erkenntniß, wenns nicht zu

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