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258 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
wenn ich nicht darnach hand⸗ le? 5 4. Und woher nehm ich Troſt und Ruh', wann Lei⸗ den mich umgeben, und meine Suͤnden noch dazu mir dann vor Augen ſchweben? Was hilft mir in der letzten Noth, wann ſich der ſchauervolle Tod mir zeigt mit ſeinen Schrecken, und mein Gewiſ⸗ ſen wachet auf, von meinem ganzen Lebenslauf die Schuld mir aufzudecken?
5. Weh mir! Was hilft es mir einſt dort, erweckt aus meinem Grabe, daß ich an Chriſtum und ſein Wort zum Schein geglaubet habe,
wenn keine fromme gute
That mein Leben hier bezeich⸗
net hat, den Glauben zu bewei⸗
ſen? Nur Glaub', durch ächte Frömmigkeit bewährt, wirkt meine Seligkeit, kann wahrer Glaube heißen.
6. Gott, dieſer Hoffnung werth zu ſein, hilf, daß ich chriſtlich lebe und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich beſtrebe! Gib Weisheit mir und Muth und Kraft, damit ich Welt und Lei⸗ denſchaft im Glauben uͤber⸗ winde, und dann, nach wohl⸗ durchlebter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit für meine Werke finde!
3 5 5 D9 kennen, Gott, 2998 iſt Seligkeit; und ſich zu dir erheben, iſt Wonne, die nicht Welt und Zeit mir ſonſt vermag zu geben! Sie ſtärkt mein Herz, ſich dir zu weihn, und laͤßt das Glück, ein Menſch zu ſeyn, mich inniger empfin⸗ den; lehrt mich, daß du mein Vater biſt, und daß dein weiſer Rathſchluß iſt, ſchon hier mein Heil zu gründen.
2. Leicht kann ich deiner Größe Spur bei jedem Blick entdecken. Die ganze herr⸗ liche Natur, in allen ihren
ſich zu dir erheben.
Zwecken, zeigt Ordnung und Zuſammenhang; ja aller dei⸗ ner Werke Gang, vom Stau⸗
be bis zur Sonne und der
Geſtirne fernſtem Heer, zeigt deine Macht mir täglich mehr, gibt ſtets mir neue Wonne.
3. Je mehr ich lerne, was du biſt, je mehr ich deine Wege, und was mit mir dein Rathſchluß iſt, nach⸗ denkend überlege: je mehr entdeckt mein froher Blick das mir beſtimmte ew'ge
Gluͤck, ein künftig beß'res Aa. Bam
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Leben. Ich weiß, der mir
geſchenkte Geiſt, der ſich dem
Erdenſtaub entreißt, wird 4. O
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deca, undwenn ſch ier freut, nehr erwecken, Paltheit ſucht doch, wenn er, ſchen ubt, laßi kelheiten, woe au weit verien, ſchun leict in die Pllicht des leiten 5. Denn ganz te Faſuungskraft
Gthße ſehen, 1
was dein Rathſe
ergründen und Wagt darum
u viel; wil ſi fer Ziel aus? ſchreiten: ſo la⸗ Vorwit ſchenn wir einſt mehr
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