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Geſinnung und Verhalten des Chriſten
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Herr, ſtärke mich durch dei⸗ ne Kraft, auf dieſer kurzen Pilgrimſchaft!
4. So lang ich noch, ein Fremdling hier, in dieſem Leibe walle, ſchaff du ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geiſt zu dir hinan!
5. Es ſei mein Ruhm, dir werth zu ſeyn, was du ge⸗ beutſt, zu uͤben: mein höch⸗ ſtes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben, mein Troſt, auf deinen Schutz zu baun, und dir, Alllie⸗ bender, zu traun!
6. Nie ſoll des Zweifels Dunkelheit mir dieſen hohen Glauben, dies Vorgefühl der Seligkeit, des Himmels Hoffnung rauben. Was lin⸗ dert ſonſt des Lebens Noth? Und was verſußt mir einſt den Tod?
7. Du, der mir dieſes Heil erwarb, laß, Jeſu, mich's erwerben; du, der für ſeine Menſchen ſtarb, laß, Jeſu, dir mich ſterben! Gib, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir ſei!
Mel. O Gott, du frommer Gott,
08u ſagſt: ich bin 3360 ein Chriſt! Wohl dir, wenn Herz und Leben dir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugniß geben! Wo iſt ein höhrer
Ruhm? Welch Glück kann größer ſeyn, als Gottes We⸗ ge gehn und ſeiner Huld ſich freun?
2. Du ſagſt: ich bin ein
Chriſt! Der iſts, der Chri⸗
ſtum kennet, nicht mit dem Munde nur ihn Herr und Heiland nennet, nein, gern und willig thut, was auch ſein Herr gebeut. Thuſt du das nicht, ſo iſt dein Ruhm
nur Eitelkeit.
3. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt! Mit Ernſt das Böſe haſſen, den Lüſten widerſtehn, gewohnte Sünden laſſen, dies iſt des Herrn Befehl; dies ſeiner Lehre Sinn; kein todter Glaube führt zur ew'⸗ gen Wohlfahrt hin.
4. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, getauft zu Gottes Erben, ſein Kind und Freund zu ſeyn und ſelig einſt zu ſter⸗ ben! Du biſt's, doch prufe dich, erfülleſt du auch gern treu deiner Chriſtenpflicht, den Bund mit deinem Herrn?
5. Haſt du nicht dieſen Bund ſchon läͤngſt und oft gebrochen? Du haſt, als Gotteskind Gehorſam ihm verſprochen; haſt du mit Treue denn dem Guten nachgeſtrebt? Hat nicht die Sünde noch ſehr oft in dir gelebt? b
6. Du ſagſt: ich bin ein Chriſt, betrachte, leſ' und höre, vom Irrthum unver⸗ führt, des Heilands reine
1 Leh⸗
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deſre Baldir! du auch, was Go
dich lent⸗ Nur
werz thut, nicht, leſtundhökt. 7 Du ſagſt: öhrſt! mi Go werbinden; nehm ſu Mahl; nicht Sünden. Dach bei dir indeinen 9 rechtſhaffne deſe dieſes Mahls Geb⸗ 8 Nur dann
dein Sinn, wenn Tuiebe dem Herr ſind in reiner 9 wenn du, wie( ein Freund der bſt, gerecht un
mild: dann ſat Chriſt 9. Wenn, 6
ſtreuen, die Un
ſciten, und eind, ſo viel
kannſt, zu nütze
gennutz und E hen ſins will wenns Vendug. dam ſiz: ichi


