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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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² Gott, meu Gat ich nicht! beß mih er dir lehen, tel rner ganzen pfütt döͤde Luſt der öin enich ferner übennn inm du dich m un, daß ich a

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Al ich meinem Gllt ilden ſoll ic B mich auf E⸗ t, für deine Ewiß⸗ r, in ungewiſtr lich weiſer, heſſer und nach dieſer lliht richtet mih Gericht. b Stunde meines iſt Minuten, zäl⸗ vogeſt jede Arſt ine gabſt du nun Wuchern ſitz und Zeit ſolch igkeit

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im Allgemeinen.

3. Und ich lebte nur auf Erden, um den Sinnen wohl zu thun, konnte trag und ſicher ruhn; ſuchen, glücklich nur zu werden durch Gewinn der Eitelkeit, den ein Augenblick zerſtreut!

4. Gott, wie war mein Geiſt verblendet! Wie viel Tage ſind mir ſchon unge⸗ nützt zum Heil entflohn! wie viel Kräfte ſchon verſchwen⸗ det! Doch mich rufet noch die Pflicht, und ich ſaume länger nicht.

5. Zu befrein mich von dem Hange meiner ſündli⸗ chen Begier, wurde täglich ſchwerer mir; und ich weiß ja nicht, wie lange mich noch deine Langmuth tragt, nicht, wann meine Stunde ſchlägt.

6. Drum will ich nicht län⸗ ger weilen, wo das Eitle mich belügt, mich um ew' ges Heil betruͤgt; eilen will ich, Gott, nun eilen, auf der Bahn der Beſſerung zu dem Ziel der Heiligung.

7. Ich will ſtets mich ſelbſt bezwingen; eingedenk der Rechenſchaft, wuchern noch mit Zeit und Kraft; will

mich durch Verſuchung rin⸗

gen, um vor dir einſt zu be⸗

ſtehn, und zum Leben einzu⸗

gehn.

Mel. O Gott, du frommer Gott,

nn Cch blick empor zu 300 J dir, du Ewi⸗ ger, der Allen, die durch

der Prüfung Land zum gro⸗ ßen Ziele wallen, Vergelter, Richter iſt, und fleh voll In⸗ nigkeit: gedenk der Sünden nicht, die tief mein Herz bereut!

2. Wie oft gelobt' ich dir in ernſter Andacht Stille: mein heiligſtes Geſetz, o Gott, ſei ſtets dein Wille! Du kennſt mein Herz; du weißt, es war der Vorſatz rein, dir treu auf jedem Pfad, den du mich führſt, zu ſeyn.

3. Und dennoch fehlt' ich oft! Wer kennt des Herzens Tiefen? Ach, böſe Luſte, die ſo tief verborgen ſchlie⸗ fen, erwachten, aufgereizt vom Sturm der Leidenſchaft: betäubt und überraſcht erlag bald meine Kraft.

4. Nun ſchau ich prüfend hin auf die durchlebten Tage; ſie bringt kein Wunſch zuruͤck und keine bange Klage; doch ihre Thaten führt mit rich⸗ terlichem Blick mir ernſt und warnend oft Erinnerung zu⸗ rück.

5. Der Edle, der ſein Herz ſchon früh der Tugend weih⸗ te, fühlt hohe Seligkeit, ſieht er an ihrer Seite auf die durchlaufne Bahn mit ſtiller Heiterkeit. Er hat ge⸗ ſät in ihr für eine Ewigkeit.

6. Und dieſe Seligkeit, des Herzens ſuͤßen Frieden, das höchſte Gut, das hier den

Sterblichen beſchieden, er⸗

warb ich mir noch nicht! Den