212 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
Mel. Alle Menſchen müſſen
298 Ech erhebe mein
Gemüthe ſehn⸗ ſuchtsvoll, mein Gott, zu dir. Ich verehre deine Gu⸗ te; o wie theuer iſt ſie mir! Gott der Liebe und des Le⸗ bens, keiner harrt auf dich vergebens; nur Verächter deiner Huld ſtürzet ihre eigne Schuld.
2. Lehre mich, Herr, deine — zeige deinen Willen mir; leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg mich verführ'! Gott , du ſieheſt mein Vertrauen! Sicher kann ich auf dich bauen; deine Va⸗ tertreue iſt ewig, wie du ſel⸗ ber biſt.
3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht! Laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht! Alle Sünden, die uns reuen, willſt du vä⸗ terlich verzeihen. O ſo höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich.
4. Gott, du willſt des Sünders Leben; dir iſt ſeine Seele werth. Gnädig willſt du ihm vergeben, wenn er ſich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Suͤndenwege machſt du ſein Gewiſſen rege. Wohl dem, der zu ſeiner Pflicht umkehrt! Den verwirfſt du nicht.
5. Allen, die zu dir ſich wenden, über ihre Schuld
betrübt, willſt du Troſt und
Rettung ſenden, wenn ihr Herz ſich dir ergibt. Freude ſchenket deine Güte dem ge⸗ angſteten Gemüthe, dem du ſeine Sündenlaſt liebreich ab⸗ genommen haſt.
6. Herr, zu was für Se⸗ ligkeiten du in jener beſſern Welt jeden Sterblichen willſt leiten, der dir Treu und Glauben hält, offenbarſt du allen Seelen, die zu ihrem Heil dich wählen. Deinen ganzen Gnadenbund machſt du deinen Kindern kund.
7. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, treu ſehn meiner ganzen Pflicht
Keine ſchöde Luſt der Sun⸗ den ſoll mich ferner überwin⸗ den. Nimm du dich nur meiner an, daß ich ſtand⸗ haft bleiben kann!
Mel. Sollt' ich meinem Gott
½ ilden ſoll ich 299 B mich auf Er⸗ den, Gott, für deine Ewig⸗ keit; hier, in ungewiſſer Zeit, täglich weiſer, beſſer werden; und nach dieſer großen Pflicht richtet mich einſt dein Gericht.
2. Jede Stunde meines Lebens, ſelbſt Minuten, zaͤhl⸗ teſt du, wogeſt jede Kraft mir zu; keine gabſt du mir vergebens! Wuchern ſtets mit Kraft und Zeit ſoll ich für die Ewigkeit.
3. Und
3. Und Erden,! woll zu t und ſcher
glätlich nu hemin d in Augent
4. Gott Geiſt vet Tage ſind nütt zum. viel Kräͤft det! Doch die Pflich, änget rich z. Zu b den Hang hen Begi ſchwetet! ſanicht, deine Lan wann me
6. Dru zer weile nich belü 4 heil
Gott, 8 Vatn un ziel
7. Ihw vingen etenſch wit zeit nich durch zen um d tehn d gehn.
Mel. dG
300
ger, der


