Druckschrift 
Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

den, dies gellt

mer Suͤnde. 2 meine Zuverſicht Aieſanft iſt Herr, ein Joch! d wie uter Wille! Off Seele noch je⸗ ener Stille, die rzen wohnt und Tugend lohnt ach! iſt er ent⸗ ewiſſens ſanftet An wird Qual ohn, und ihn krankund muͤde Freude bluͤht, rzens Unſchud

==d iſt des Laſterz r der Suͤnden und ihr Sklabt 8h, taumelt an a Nande, duͤnt 8. groß und frei den Sklaverei. . ungeſtuͤmmen A keine Freude

lange

Erloͤſung. 57

lange. Unmuth folgt auf

Suͤndenluſt; angſtvoll bebt ſein Herz und bange, ſucht vergebens Fried' und Rub, und eilt neuen Laſtern zu.

5. Unter ſchuldlos frohen Reih'n wandelt er mit truͤ⸗ bem Blicke; will, und kann nicht froͤhlich ſeyn, wuͤnſcht vergangne Zeit zuruͤcke, wird, das Herz voll Groll und Neid, Stoͤrer ihrer Froͤhlichkeit.

6. Gottes ſchoͤn geſchmuͤckte Welt iſt umſonſt fuͤr ihn ge⸗ ſchmuͤcket; Blumenau und Saatenfeld, was den Tu⸗ gendfreund entzuͤcket; dem ſein Herz entgegen wallt, laͤßt die ſtumpfe Seele kalt.

7. Herr, dein heiliges Ge⸗ richt trifft die Suͤnder, die dich haſſen, die Veraͤchter

ihrer Pflicht! Herr, ich will

dich nie verlaſſen; ſteh' mir in Verſuchung bei, und er⸗

halte ſelbſt mich treu.

Heiligungsgeſchaͤfte. O Va⸗ ter, gib, daß nie mein Geiſt ſich ſeine Wuͤrde ſelbſt ent⸗ reißt!

3. Wer Suͤnde thut, der haßt das Licht, das Gott uns hat entzuͤndet; er kennt die wahre Weisheit nicht, die uns mit ihm verbindet. O lehre, Gott, mich weiſe ſeyn, und ſtets den Reiz zur Suͤnde ſcheun!

4. Wer Suͤnde thut, der trotzt dem Herrn, durch den wir ſind und leben; er bleibt von jenem Reiche fern, nach dem die Frommen ſtreben.

Wie thoͤrigt und wie un⸗ 8

dankbar! Entreiße, Gott, mich der Gefahr!

5. Wer Suͤnde thut, ach! der entzieht ſich ſtolz dem Ruf der Gnade. Verkehrt, verſtockt wird ſein Gemuͤth, und tief ſein Seelenſchade. O! welch' ein frevelhafter Sinn, wenn ich dir, Gott,

nicht folgſam bin!

Mel. Auf, Chriſtenmenſch

85 Wner let nue

Wahn, nur Traͤume, die ihn truͤgen. Er wandelt auf des Irrthums Bahn, und lernt ſich ſelbſt beluͤgen. O! hilf mir, Gott, daß ich dir treu, und fern vom Selbſt⸗ betruge ſei!

2. Wer Suͤnde thut, der unterdruͤckt und ſchwaͤcht die Seelenkraͤfte, wird frech und blind und ungeſchickt zum

6. Wer Suͤnde thut, ver⸗ wirft das Wort, das Heil und Frieden ſtiftet; er eilet auf dem Pfade fort, wo ſich ſein Herz vergiftet, wo ſein Gewiſſen einſt ihn nagt, und laut ihn, Herr, vor dir ver⸗ klagt. 7. Wer Suͤnde thut, ſieht ſchreckenvoll die letzte Stunde

kommen; die Hoffnung, die

ihn troͤſten ſoll, iſt ſeinem Geiſt benommen. Er liebte Gott und Jeſum nicht; nun

drohn