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2. Wo iſt der Unſchuld Ruhm? Ach, wir, dein Ei⸗ genthum, wie tief ſind wir gefallen, wo iſt jetzt unter Allen ein Menſch ganz rein von Suͤnden vor dir, o Gott, zu finden?
3. Hier iſt kein Unterſchied. Dein Auge, Hoͤchſter, ſteht auf alle Menſchenkinder, und ſieht ſie alle Suͤnder. Vor
dir, o Herr, iſt keiner ganz
ſchuldlos, auch nicht Einer. 4. Verderbt iſt unſer Sinn; die Weisheit iſt dahin, die uns regieren ſollte, nur, was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu waͤhlen und zu lieben.
5. Der Sinne Luſt und Schmerz ruͤhrt leider! unſer Herz mehr, als die hoͤhern Freuden, mehr als die groͤßern Leiden, die wir auf Ewigkeiten ſelbſtunſermGeiſt bereiten.
6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang: des Herzens boͤſer Hang reißt uns mit ſtarkem Triebe zu ſchnoͤder Suͤnden⸗ liebe: und wer vermags zu zaͤhlen, wie oft wir vor dir fehlen?
7. O Herr, gib uns dein Licht, daß wir, was uns ge⸗ bricht, beſchaͤmt vor dir be⸗ kennen, und ſtets von Ernſt entbrennen, der Suͤnde zu entſagen, der Beßrung nach⸗ zujagen. 8. Wohl dem, der ſie ge⸗ winnt! Gott , ſo verderbt
Werke und Wohlthaten Gottes.
wir ſind, ſo willſt du doch uns heilen, und neue Kraft ertheilen, durch Chriſtum ſchon auf Erden von Suͤn⸗ den frei zu werden.
9. Ach, laß durch unſre Schuld uns deine Vaterhuld nicht freventlich verſcherzen! Erwecke unſre Herzen, dir nicht zu widerſtreben, da⸗ mit wir ewig leben.
Mel. Schon iſt der Tag von Gott 79 Kein Menſch, oGott, iſt ſuͤndenfrei: wer duͤrfte ſich erheben? Was hilft uns Trug und Heuche⸗ lei? Du kenneſt Herz und Leben. Umſonſt, umſonſt verbergen wir ſelbſt die ge⸗ heimſten Triebe dir; dein Blick durchſchauet Alles.
2. Du weiſt, wie oft wir frevelhaft uns boͤſer Thaten freuen, und unſers Geiſtes edle Kraft dem Suͤnden⸗ dienſte weihen. Gereizt von Welt und Sinnlichkeit, ver⸗ ſcherzen wir oft unſre Zeit, und unſers Herzens Ruhe.
3. Wir ſollten ſtets auf dein Gebot mit frommer Seele merken: wir koͤnnen's auch; denn du, o Gott! willſt gern die Schwachen ſtaͤrken. Und dennoch un⸗ terdruͤcken wir ſo oft die Ehrfurcht, Herr! vor dir,
und folgen unſern Luͤſten.
4. Wie leicht entwoͤhnt ſich unſer Herz, im Gluͤck auf dich zu ſchauen! Wie bald
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