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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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* iſt der Tag von Got

7 rbot enfrei: w Werheben? Vn ug und Heuche, nueſt Herz und ſonſt, umſonſ hir ſelbſt die ge⸗ iebe dir; dein Ochauet Alles. iſt, wie oft wit ns boͤſer Thaten unſers Geiſtes dem Suͤnden⸗ en. Gereizt von

innlichkeit, ver⸗ oft unſre Zei erzens Ruhe. vollten ſtets alf mit frommer

z:B wir koͤnnen, du, o Gott n die Schwachen dd dennoch un⸗ zir ſo oft die herr! vor dit, miiſern Luͤſten. Ahtentwoͤhntſch im Biüc al IJen! Wie ba JVen! A 4

Erloͤſung. 53

geſſen wir im Schmerz, dir kindlich zu vertrauen! Wie maͤchtig reizen Stolz und Neid uns oft zur Unzufriedenheit mit deiner freien Guͤte!

5. Du haſt mit Menſchen uns vereint, die dir, Gott ! angehoͤren; wir ſollen aller Bosheit Feind, auch ihre Freuden mehren. Doch wer iſt immer liebevoll? ſorgt fuͤr den Naͤchſten, wie er ſoll? Wer hilft ſo, wie er koͤnnte?

6. Oft wirkt auch unſers

Beiſpiels Macht, daß An⸗

dre, wie wir fehlen. Sie ſehn auf uns; die Luſt er⸗ wacht, das Boͤſe zu erwaͤh⸗ len. Gleich uns, verſchmaͤhn ſie deine Huld; und ihr Ver⸗ derben, ihre Schuld ver⸗ mehret unſre Schulden.

7. O großer Gott! hier ſtehen wir verklagt von un⸗ ſern Suͤnden. Vor dir,

Allheiliger! vor dir iſt kei⸗

ner rein zu finden. Wie kuͤmmert unſre Seele ſich! Wir Alle fehlen wider dich! Erbarm dich unſer Aller!

Mel. Alle Menſchen müſſen ſterb. 80 Vater! heilig moͤcht' ich leben, Recht⸗

thun waͤre meine Luſt; aber Luͤſte widerſtreben dem Ge⸗ ſetz in meiner Bruſt, und der Suͤndentrieb im Herzen iſt noch oft mir Quell von Schmerzen. Mich beſchwert

der Suͤnden Joch; was ich

nicht will, thu' ich doch.

lich Flehen! Du erquickſt

2. Sieh' um Kraft mich Schwachen beten, meinem Vorſatz trau ich nicht. Lok⸗ kende Begierden treten zwi⸗ ſchen mich und meine Pflicht. Selbſt den heil'gen Andachts⸗ ſtunden, wo, der niedern Welt entſchwunden, ich von dir und Tugend ſprach, folg⸗ ten Suͤndentage nach.

3. O wie oft hab ich ge⸗ weinet, ſchmerzlich meinen Fall bereut, glaͤubig mich mit dir vereinet, und mich deiner Huld gefreut! Gnaͤ⸗ dig ſahſt du zu mir nieder, aber bald vergaß ich wieder meine Pflicht und, Vater! dich, und die Welt beſiegte mich.

4. Du allein, du kannſt mich retten, wo mich Suͤnd' und Wahn zerſtreut; mach' mich ledig von den Ket⸗ ten truͤgeriſcher Sinnlichkeit! Tilg' die Quelle meiner Schmerzen, die Begier aus meinem Herzen! Tief im Staube bitt' ich dich: leite ſelbſt zur Tugend mich!

5. Sieh, mich duͤrſtet nach dem Guten. Fruͤh und ſpaͤt ruf ich zu dir: laß' mein Herz nicht laͤnger bluten; deinen Geiſt verleihe mir! Hilf die boͤſe Luſt bezwingen, und nach deinem Beifall ringen! Staͤrke mich mit hoher Kraft, das zu thun, was Segen cha t.

f df Ja, du hoͤrſt mein kind⸗

mein