Gott voll Staͤrke! Wie viel und groß ſind deine Werke! Wie reich an Guͤtern iſt das Land! Schiffe gehn in wei⸗ ten Meeren; da wimmelts von den frohen Heeren der Thiere, zahllos wie der Sand. Mit Mannigfaltigkeit, mit Regelmaͤßigkeit prangt die Erde; wohin entzuͤckt mein Auge blickt, da iſt die Welt mit Reiz geſchmuͤckt.
6. Wer vergaͤnglich Gras bekleidet, die Fiſche naͤhret, Laͤmmer weidet, der ſorgt als Vater auch fuͤr mich. Seele, wollteſt du fuͤr mor⸗ gen ſchon heute bang und aͤngſtlich ſorgen? Nein, ſei getroſt, ermanne dich, ver⸗ traue Gott ! Auf ihn werf alle Sorgen hin. Er wird ſorgen: er, der uns hoͤrt, und gern gewaͤhrt, was un⸗ ſer wahres Wohl vermehrt.
7. Dank dem guten Eott zu ſingen, und ſtets mein Heil ihm darzubringen, ſoll meine hoͤchſte Freude ſeyn; laut ſoll ihm mein Lob er⸗ ſchallen, mein Opfer wird ihm wohlgefallen; geruͤhrt will ich mich ſeiner freun. Sein Lob iſt Seligkeit! Es macht ſchon hier bereit fuͤr den Himmel. Dort werd ich
ſtehn, entzuͤckt ihn ſehn, und
ewig ſeinen Ruhm erhoͤhn.
Mel. Wer nur den lieben Gott ℳ O Gott des Himmels 53—. und der Erden,
Werke und Wohlthaten Gottes.
der du allgegenwaͤrtig biſt; von niemand kannſt begriffen werden; vor dem kein Ding verborgen iſt. Ach ziehe mich doch ganz zu dir, und offen⸗ bar dich ſelber mir.
2. Wohin ich Herz und Augen kenke, da find' ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Andacht uͤberdenke dein Werk, die praͤchtige Na⸗ tur, ſo ruft mir Alles, Alles zu: wie groß iſt Gott ! wie klein biſt du!
3. Mir zeigen alle Elemente Macht, Guͤt' und Weisheit uͤberall. O wenn das Stum⸗ me reden koͤnnte, wie groß waͤr ſtets der Jubelſchall: ruͤhmt, Menſchen! Gottes Guͤt' und Macht, die euch und uns hervorgebracht.
4. Herr Gott ! wie groß iſt deine Liebe! Die Erd' iſt deiner Guͤte voll. O gib mir dankbar fromme Triebe, daß ich dich preiſe, wie ich ſoll. Nimm, was ich kann und hab und bin, zu deinem Dienſt auf ewig hin.
5. Hilf, daß die Guͤter dieſer Erden mich zu dir lok⸗ ken, hoͤchſtes Gut! daß ſie mir nicht zum Fallſtrick wer⸗ den, und ihr Genuß mir Schaden thut. Laß allen Miß⸗ brauch ferne ſeyn; mein letztes Ziel ſei du allein.
6. Hier iſt mein Leben eine Reiſe, ich geh' nach jener hoͤhern Welt. Drum mache du mich fromm und weiſe,
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