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Für Sterbende.
hohes Heil Ward mir zu teil! Ich lag in tiefen Schmerzen, Da riefeſt du Mir freundlich zu: Komm zu des Freundes Herzen!
2. Wie zieht die Liebe mich empor, Die dich herab gezogen! Du öffneſt mir das Lebensthor, Mir glänzt der Friedensbogen. Nun irr' ich nicht, Mir ſtrahlt dein Licht Auf dunklem Lebens⸗ pfade. Du rufſt mir zu: Bei mir iſt Ruh, Empfange Gottes Gnade.
3. Hab ich auch manche bange Nacht, Warum ſollt ich verzagen? Du haſt ja auch für mich ge⸗ wacht, Für mich das Kreuz ge⸗ tragen. Du ſtehſt mir bei, Bleibſt immer treu, Ob Menſchen von mir fliehen. Ich bleibe dein, Und nie allein, Denn du willſt mit mir ziehen.
4. Du wankteſt nicht auf ſteiler Bahn, Du litteſt gottergeben; Zur Herrlichkeit gingſt du hinan, Zu ihr mich zu erheben. O mache mich Ganz frei durch dich Von Feſſeln dieſer Erde, Daß ich dir treu Im Leiden ſei, Und einſt dein Erbe werde.
5. Wenn auch die Liebe um mich bat, Ich muß doch endlich ſcheiden; Doch folget auf die Thränenſaat Die Ernte ewger Freuden. Was ſich verband Durch deine Hand, Kann ewig nicht ſich trennen. Du wirſt uns einſt, Wenn du erſcheinſt, Vereint bei Namen nennen.
6. Du willſt, daß ewig bei dir ſei'n, Die dir dein Gott gegeben, Drum bleiben auch im Tode dein, Die dein ſind in dem Leben. Welch große Schar, Die treu dir war,
Bringt Preis dir, ewig Ehre! Es naht dein Tag, Dann folg ich nach In ihre Engelchöre.
7. Herr, wann kommt meine letzte Nacht, Wann naht der ewge Morgen? Ich weiß, du rufſt: es iſt vollbracht! Drum laſſe ich dich ſorgen. Ich halte mich Stets feſt an dich, Bis ich zum Himmel gehe, Ich unverrückt Und hoch entzückt Dich, o mein Heiland, ſehe.
Eigne Melodie.
674. Kein Stündlein geht
dahin, Es liegt mir in dem Sinn, Ich bin auch im⸗ mer wo ich bin, Daß mich der Tod Wird ſetzen in die letzte Not. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir.
2. Hier iſt kein Aufenthalt, Der Tod hat die Gewalt, Er nimmt und würget jung und alt. Er reißt uns fort Aus unſerm Orden, Stand und Ort. Ach Gott, ver⸗ läßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir.
3. Kein Rat, kein' Arzenei, Kein Rufen noch Geſchrei, Kein Bruder kann mich machen frei. In aller Welt Iſt nichts, das endlich mich erhält. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir.
4. Kein Reichtum, Geld, noch Gut, Kein kühner Heldenmut Hilft vor des Todes Grimm und Wut. All Ehr und Gunſt Hilft nichts, hier rettet keine Kunſt. Ach Gott, verläßt mich alles hier, So thu das Beſte du bei mir.
5. Welch Leid, welch' Angſt und Pein, O Gott, wird um mich
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