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ſelbigen Tagen will ich dem David ein gerecht Ge⸗ wächs aufgehen laſſen, und ſoll ein König ſein, der wohl regieren wird, und ſoll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden.(er. 33, 15.) Alle Propheten ha⸗ ben von dieſem Tage verkündigt.(Apſtg. 3, 24.)
Wie lange voraus hat ſich Abraham auf die Menſchwer⸗ dung des Sohnes Gottes gefreuet, und wir ſollten uns nicht
freuen? nachdem wir die Geſchichte wiſſen und die Gnade
derſelben an unſern Herzen erfahren koͤnnen. Wie war das
ganze Alte Teſtament darauf geſpannt, wie ſtreckten ſie Alle
ihre Haͤlſe, wie hoben ſie Alle ihre Haͤupter in die Hoͤhe und ſchauten nach dieſem Tage hin, ob er nicht bald komme! Und ſo viele Chriſten, denen der Tag erſchienen iſt, freuen ſich nicht! Doch, wer da weiß und genießet, was ihm dieſer Tag der Geburt des Herrn gebracht hat, der kann ſich der Freude nicht erwehren. Das gerechte Gewaͤchs, das Jeſaia ankuͤndigt, iſt aufgegangen; der Baum des Lebens ſteht da, in den wir uns Alle einpfropfen laſſen koͤnnen, in ihm gerecht und ſelig zu werden und zur goͤttlichen Groͤße heran zu wach⸗ ſen. Der Koͤnig iſt da, der wohl regiert, der Recht und Ge⸗ rechtigkeit anrichtet in Allen, die ſich ihm als freiwillige Un⸗ terthanen unterwerfen und ſich ihm ergeben, denn er zwingt Niemand in ſein Reich. Er ruft zwar mit Freundlichkeit und macht uns die allergroͤßten Verheißungen; aber wer ſich dadurch nicht ziehen laͤßt, den beweint er und traͤgt ihn ſo lange wie moͤglich mit Geduld. O des goͤttlichen Koͤniges! O des herrlichen Tages, der uns dieſen Koͤnig gebracht hat! Doch weißt du auch den Tag, wo er dir geboren, wo er dein Koͤnig geworden iſt?
Mel. 22. Es kam die gnadenvolle Nacht. Oder: Die Seele Chriſti heil'ge mich.
1. Empor zu Gott, mein Lobgeſang, er, dem das Lied der Enge klang, der hohe Freudentag iſt da! Lobſinget ihm! Halleluja!


