645
Wege, in die Windeln, in einen Heiland in Windeln darge⸗ boten, finden kann; er geht ja gerade lauter ſolche Wege, die aller Welt entgegen und zuwider ſind. Und wer ſich in ihn finden will, muß der Welt und ihrem Sinn und Weſen ganz den Ruͤcken kehren, oder er aͤrgert ſich an Gott und Jeſu alle Augenblicke. Komm, mein Lieber! wir wollen uns an die Welt nicht kehren; laß ſie, komm zur Krippe und aͤrgere dich an den ſchlechten Windeln nicht, an der Krippe, am Stalle nicht. Siehe auf das, was drinnen liegt. Was hilft dir ein goldnes Haus, wenn Fledermaͤuſe oder Raubvoͤgel darin wohnen. Ziere und verziere dich nicht nach der Welt Art, bilde dich nicht nach der Menſchen Sitte, ſondern ſo, wie es Gott will, rein und klein, arm und gering, ſo legt dir Gott ſeinen Sohn ins Herz; und du haſt genug.
Mel. 20. Jeſu, deiner zu gedenken. Oder: In den erſten Gnadentagen.
1. O du wundervoller Knabe, Kind des Himmels, Segensgabe, wenn ich dich im Herzen habe, hab' ich ewiglich genug.
2. Sehnlich will ich nach dir blicken, feſt an meine Bruſt dich drücken, freundlich dir die Wohnung ſchmücken; komm herein, veracht' ſie nicht.
3. Nein, du wirſt mich nicht verſchmähen, noch mein Haus vorüber⸗ gehen; ſchon verſpür' ich's Friedenswehen, Kindlein, deine Gegenwart.
4. Selig's, innres Feſtgeläute ladet mich zur Feier heute, da als Heiland ſünd'ger Leute, als mein Heiland du erſcheinſt.
5. O, daß doch der Geiſt der Liebe mir's mit Flammengriffeln ſchriebe tief ins Herz! daß meine Triebe alle dir erglüheten! v. A.
—õ————-———e——ͤ————y——————
362. 27. December.
Abraham war froh, daß er meinen Tag ſehen ſollte, und er ſahe ihn und freuete ſich.(Joh. 8, 56.) Dies iſt der Tag, den der Herr gemacht hat; laſſet uns freuen und fröhlich ſein darinnen.(pſ. 118, 24.) In den⸗


