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2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht! Nun leuchtet uns ein milder Strahl, wie Morgenroth, im dunklen Thal. 1.
3. Er kam, des Vaters Ebenbild, von ſchlichtem Pilgerkleid um⸗ hüllt, und führet uns mit ſanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland.
4. Er, der dort oben herrlich thront, hat unter uns, ein Menſch, gewohnt! Damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich! 8
5. Einſt führet er zur Himmelsbahn uns, ſeine Brüder, auch hinan! und wandelt unſer Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit.
6. Empor zu Gott, mein Lobgeſang! ihm, dem der Engel Lied erklang; der hohe Freudentag iſt da! ſingt heilig! und Halleluja!
Krmmcher.
363. 28. December. b
Ehre ſei Gott in der Höhe, und Friede auf Er⸗ den, und den Menſchen ein Wohlgefallen!(Luc. 2,14.)
So ſangen Gottes Engel in den Wolken am Tage der Geburt des Erloͤſers der Welt. So ſingt nun ewig die erloͤ⸗ ſete Menſchheit; alle Kinder des Friedens, denen wirklich Gnade, Vergebung der Suͤnden und Friede durch ſeine Menſchwerdung und durch ſeinen Tod zu Theil geworden iſt. So koͤnnen aber die noch nicht ſingen, in welchen Chriſtus, un⸗ ſer Friede,(Eph. 2, 14.) noch nicht geboren iſt. Wo die Suͤnde und Welt noch lebt und herrſcht, kann kein Geſang von Friede und Ehre Gottes Statt haben. Denn ſo lange der Menſch den nicht in ſein Herz aufnimmt, den ihm Gott geſandt hat zu ſeinem Heile, giebt er Gott die Ehre nicht, und ſo lange giebt ihm Gott den Frieden nicht. Menſchenkind! gieb Gott die Ehre, ſo giebt er dir den Frieden, giebt dir ſeinen Sohn. Gieb Gott die Ehre, bekenne vor ihm, daß du ein verdamm⸗ ter, verfluchter Suͤnder biſt, fuͤr welchen Gottes Sohn vom Himmel hat kommen muͤſſen, um ſeine Schuld und Suͤnden


