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Was hatt ich doch fuͤr troſt und licht, als ich dein holdes angeſicht, mein JE⸗ Su! noch nicht kannte? wie blind und thoͤricht gieng ich hin, da mein verkehrter fleiſches⸗ſinn von welt⸗be⸗ gierden brannte? bis mir von dir licht und leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu bren⸗ nen.
Die arme welt hat zwar
den ſchein, als waͤr ihr
ſchlechtes frölich ſeyn ein herrliches vergnügen; allein wie eilend gehts vorbey? da ſieht man, daß es hlend⸗ werk ſey, wodurch wir uns betrügen: drum muß JE⸗ ſus mit den ſchaͤtzen mich er⸗ getzen, die beſtehen, wenn die welt⸗luſt wird vergehen. Wer IEſum recht im glauben haͤlt, der hat die kraft der andern welt hier allbereit zu ſchmecken: pflegt IEſus gleich, zu mancher zeit, bey groſſer herzens⸗ traurigkeit, ſein antlitz zu verdecken; iſt doch ſein joch ſanft und feiner, als wenn einer in dem bette noch ſo gute ruhe haͤtte. So weiß ich auch aus dei⸗ nem wort, daß du dich, lieb⸗ ſter Seelen-Hort! nicht ewiglich verſteckeſt; du thuſt vor mir die augen zu, auf daß du deſto großre ruh her⸗ nach in mir erweckeſt: wenn ich treulich als ein rebe an
Evangeliſche Lieder
dir klebe, auch im leide, nicht nur in der ſuſſen freude. Ach ja, du holder Men⸗ ſchen⸗Sohn! ich kenne dei⸗ ne liebe ſchon, wenn uns die dornen ſtechen: dein herg das eins in trauren ſetzt, und ſich verſchleußt, muß
doch zuletzt von lauter liehe
brechen: drum fuͤllt id quillt in mein herze nach dem ſchmerze deine Suͤſſe, dieich noch allhier genieſſe.
Du ſalbeſt mich mit freu⸗ den⸗ol, ſo, daß ſich öfters leib und ſeel recht inniglich erfreuen; ich weiß, daß da nicht gern betruͦbſtich weiß auch, was du denen giebſt, die ſich davor nicht ſcheuen. Drum gieb den tliet unah⸗ wendig und beſtaͤndig kleut zu bleiben, und kecht veſt an dich zu gläͤuben.*
Der glaub iſt eine ſtalt hand, und haͤlt dich alsen veſtes band; ach ſtaͤrke mei nen glauben! In glauben kan dich niemand mir, in glauben kan mich memand dir, o ſtarker JESul lau⸗ ben: daß ich frolich velt und drachen kan verlachen und die füͤnden durch den glauben uberwinden.
662. ☛ESu, ewge Sonne, db J ler engel Wonne! kai fuͤr freude muß es ſeun wenn du koͤmmſt ins heit hinein! 4
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