Druckschrift 
Etwas vom Liede Mosis, des Knechts Gottes, und dem Liede des Lammes, Das ist: Alt- und neuer Brüder-Gesang von den Tagen Henochs bisher : für alle Kinder und Seelen Gottes mit einfältigem Auge gesammlet und zu verständigem Gebrauch überlassen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

er dieſe und jene gieden redlele und jene Lieder ehl merkwuͤrdige Nir

M.§. C. 4

iſt, wie ich dafür hal das ich noch in ke⸗ ten hahe. Bi wahren Chriſten, di ohne Unter del 8 ler Zeiten, bis auf die das Lied des Lammes inget, unwiderſprechlich gerne in das Lob ſeines ſt Menſch worden, und umet, ſich von Herzen beyſammen zu finden, nen zu koͤnnen.

n Liedern im ſiebzehn⸗ 997 mit beſonderer A⸗ abe ich zwar verſchi⸗ ggelaſſen worden wi⸗ nicht ſchlechter gemacht

a und machen keinen

en: denn der in eini⸗ oͤthigen und nutzlichen nzeige geſchehen.

J. P. W.

VI

VI.

Jer Genius der Halliſchen Lieder ſcheinet ſich zu of⸗ fenbaren, in einem herzlichen Verlangen, das wah⸗ re und thaͤtige Chriſtenthum zu etabliren.

Es iſt nicht zu leugnen, daß, woferne die in dem Lehr⸗ syſtemate der Lutheriſchen Kirche recipirte Heils⸗Ord⸗ nung praetiſch gemacht werden kan, ſo iſt es in die⸗ ſen Liedern geſchehen. Man findet von allen Theilen der Theologie(die Polemie ausgenommen) mehr, als man ſich in Liedern und Poeſien ſollte vorſtellen koͤnnen: aus der Dogmatica, Morali, Exegetica, ja Typica; und das mit einer eleganten Application auf den Zu⸗ ſtand, in welchem man ſich den Autorem, odel das Sub- jectum des Liedes, aus der Materie ſelbſt ohngefehr re⸗ praͤſentiren kan.

Das vornehmſte aber von allem iſt, daß man denen Autoribus eine Familiaritaͤt, nicht nur mit der Phraſeo- logie, ſondern auch mit dem Geiſt der Schrift, anmer⸗ ket; davon ſonderlich die bibliſchen Hymni einen angeneh⸗ men Beweis geben.

Das ſehnliche Verlangen nach der Theilhaftigkeit der goͤttlichen Ratur, der Toͤdtung des alten Menſchen ꝛc. iſt zuweilen mit deutlichem Verdruß uber die Incommo⸗ ditaͤt des Gefuͤhls der Suͤnde ausgedruͤckt, und ſollte

vielleicht mehr mit einem fuͤr uns beſchaͤmenden und fuͤr

7

den Heiland mitleidigen Eindruck tingirt ſeyn, daß wir

noch nicht ſo ſind, daß die Gnade an der Made ihrer gan⸗

zen Schopfung ſatt werden koͤnte.

Wegen der kuͤnftigen Seligkeit, ſcheint ihr Herz ſich ſehr gefreut zu haben uber die Vorſtellung, denen Engeln gleich und von aller Sunde und Elend frey zu werden: und die Imagination ſcheinet mehr penetrirt und belebt wor⸗ den zu ſeyn von der Apoealyptiſchen Vorſtellung der

Herrlichkeit des neuen Jeruſalems, als von der alt⸗

Lutheriſchen Hoffnung, Sein Augen, ſeinen Mund, den

0

Leib fuͤr uns verwundt zu ſchauen, und inniglich zu gruͤſſen die Maal an Haͤnd und Fuſſen.

Uebri⸗

1 .*

1 1