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Erſte Abtheilung.
ehrfurcht anzubaͤten: Laß, herr, vor deinem angeſicht Mein herz ſich deiner freuen, Und einen ſtrahl von deinem licht Die finſterniß zer⸗ ſtreuen, Die mich hier noch umgtebet. 2. Du biſt der herr, und keiner mehr; Nichts ſind der heiden goͤtter. Nur dir gebuͤhret preis und ehr; Kein helfer noch erretter Iſt außer dir: laß mich allein Auf dich, o herr, vertrauen, Mein ganzes leben dir nur weihn, Mein gluͤck blos auf dich bauen, Und dich niemals verleugnen. 5 3. Du biſt der hoͤchſtvoll⸗ kommne geiſt, Der vater al⸗ let geiſter; Dich preiſet, was vernünftig heißt, Als ſeinem herrn und meiſter: Laß meiner ſeele hohen werth Mich dieſe tugend lehren, Daß ich. wie es dein wort be⸗ gehrt, Dich moͤge kindlich eh⸗
ren, Im geiſt und in der
wahrheſft. 8 3. Du biſt, o gott, von ewigkeit, Und wirſt allzeit beſtehen; Es bleibet deine
herrüchkeit, Wann himmel
ſelbſt vergehen. Laß von der erde eilaͤm tand Mein herz ſich ſtets erheben Zu meinem wahren vaterland, Und mich nach dem recht ſtreben, Was ewig mich erfreuet.
5. O gott, was ſeyn wird,
thun und dichten, Das iſt dir alles offenbar; Du wirſt einſt alles richten Laß mich dein helles auge ſcheun, Aufrichtig vor dir wandeln, Und, deines beyfalls mich zu freun, Auch dann recht⸗ ſchaffen handeln, Wann fin⸗ ſterniß mich decket. N
6. Unendlich iſt, herr, deine macht, Zu retten, die dich lieben, Und wenn der fre⸗
vler dich verlacht, Auch ſtraf⸗ recht auszuuͤben: Gib, daß mich deiner allmacht ſchutz Stets, als ein ſchild, be⸗ decke! Mich auch nicht men⸗ ſchen⸗grimm und trutz, Nur
dein gericht erſchrecke; Du
ſtrafeſt leib und ſeele.
7. Voll hoͤchſter weisheit biſt du, gott! Kein menſch kan ſie ergruͤnden. Um⸗
Du herr, weißt rath zu fin⸗ den: Bewahre mich, daß ich mich nicht Mit bangen ſor⸗ gen quale. Gib, daß ich dir mit zuverſicht Mein wohl und weh befehle, Und kindlich auf dich traue.
8. Gott, du biſt heilig und gerecht, Und kanſt nicht boͤ⸗ ſes leiden; Wer ſagen will, er ſey dein knecht, Muß jede
ſuͤnde meiden: Gib, daß fich mich der heiligkeit Mit
rechtem ernſt befleiße, Nach⸗ jage der rechtſchaffenheit, Und deine wege preiſe, So
iſt und war, Und was wir
wunderbar ſie ſcheinen. 9 Du
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