376 322. Lieder über Tod und Grab.
323.
322.
„Alle Menschen müssen sterben, Ihre Herrlichkeit verblüht, Und wer kann den Himmel erben, Der nicht die Verwesung sieht? Staub wird dieser Leib der Erde; Doch damit er himmlisch werde, Wird er einst von Gott erneut Und zieht an Unsterblichkeit.
Drum so will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Ihm auch willig wieder geben, Bin darüber nicht betrübt;
Denn in des Erlösers Wunden Hab' ich Heil und Ruh' gefunden, Und mein Trost in Todesnoth Ist des Herren Jesu Tod.
„Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr' ich mit Freuden hin Fort aus diesem Weltgetümmel In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde alle Zeit Schauen Gottes Herrlichkeit.
. Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mitHimmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron,
323.
Mel. 12: Womit soll ich dich wohl loben?
Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist!
Da die Patriarchen wohnen,
Die Propheten allzumal,
Da auf ihren Ehrenthronen Sitzet der Apostel Zahl,
Da in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren, Da dem Herrn, der uns versöhnt Ewig Hallelujah tönt.
.O Jerusalem, du schöne,
Ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich Lobgetöne Hört man da in süßer Ruh'! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, Jetzo gehet an der Tag,
Der kein Ende nehmen mag.
. Ach, ich habe schon erblicket
Diese große Herrlichkeit:
Jetzo werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid; Mit der goldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an,
Die kein Ende nehmen kann.
Joh. G. Albinus.
Mel. 335: Wohlauf, wohlan zum letzten Gang.
1. Wie flieht dahin der Menschen Zeit!
Wie eilet man zur Ewigkeit!
Wie wenig denkt man an die Stund' Von Herzensgrund!
Wie schweigt hievon der träge Mund!


