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Gesangbuch für die Evangelisch-reformirte Kirche der deutschen Schweiz
Entstehung
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308. Christlicher Sinn und Wandel. 361

308. Mel. 218: Wie mächtig spricht in meiner Seele. 1. Komm, Jesu, läutre die Gedanken, Komm, läutre meine Seele dir! Erhalt' in Zucht und heil'gen Schranken Den Leib und seine Kräfte mir. Halt' Aug' und Lippen mir geschlossen Verbotnem Blick und schnödem Scherz, Und, stets mit Maß und Dank genossen, Beschwere kein Genuß mein Herz! 2. O hilf, daß ich nach Seel' und Leibe Die Wohnung deines Geistes sei, Ein Tempel, der ihm heilig bleibe, Von fündlicher Entweihung frei! Sollt' ich ein Heiligthum entehren, Das Gottes Hand mir anvertraut? Sollt' ich des Herrn Gebild' versehren, Das er voll Weisheit aufgebaut? 3. Dem Reiz der Sünde hingegeben, Fiel, ach! der Mensch vom Schöpfer ab, Und Müh' und Kummer war sein Leben, Sein Sündensold war Tod und Grab. Mein Heiland, rette mich und reiche Mir deines Geistes Schild und Wehr! Dann schaden mir des Feindes Streiche Und seiner Pfeile Glut nicht mehr. 4. Durchdringe mich mit deiner Liebe! Durch sie bin ich im Kampf ein Held Und widerstrebe jedem Triebe Und jedem Reiz der Sünd' und Welt. Durchdringe mir mit deinem Leben Auch diesen Leib der Sterblichkeit! Das wird ihm Kraft zum Wachen geben, Wenn ihn der Sünde Lust bedräut. 5. Der kurze Streit, gekrönt mit Siege, Bringt unaussprechlich süße Ruh'. O welches Friedens Vollgenüge Fließt treu bewahrten Seelen zu, Die von Versuchung fern sich halten Und rühren nichts Unreines an! Herr, laß in mir dein Leben walten, Das Welt und Tod bezwingen kann! Karl Bernh. Garve.