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360 307. Christlicher Sinn und Wandel.
2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Ist er gleich dürftig, ein Waller in trauernden Wüsten, Findet er gleich Thoren geachtet und reich, Nie kann nach Eitlem ihn lüsten.
3. Immer das Auge gerichtet nach heiligen Höhen, Sieht er die Güter der Thoren im Sturme verwehen; Er aber faßt Statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen.
4. Alle Geschenke der Erde, die Menschen umgeben, Dinge, die künftig die Allmacht des Schöpfers erheben, Leben und Tod Ist euch auf Gottes Gebot Unter die Füße gegeben.
5. Alles ist euer, ihr Christen! Vom Heiligthum nieder Schauet der Mittler auf seine geheiligten Glieder Freundlich und spricht,
Frieden und Gnad' im Gesicht: Alles ist euer, ihr Brüder!
6. Himmel und Erde und Welten und Sonnen und Meere, Geistergestalten, der Engel unzählige Heere, Alles ist dein! Bruder, o jauchze mit drein! Singe des Ewigen Ehre!
7. Bist du oft elend, verlassen und krank und gefangen, Rinnen die Zähren des Kummers von bleichenden Wangen: Droben im Licht,
Freu' dich, da rinnen sie nicht! Dort ist das Alte vergangen.
8. Die ihr mit Christo einst herrschet, o singet voll Feuer Eure unendliche Herrlichkeit, die euch so theuer Jesus erwarb, Als er auf Golgatha starb! Amen! ja Alles ist euer! Christ. Fr. Dan. Schubart.


