362 309. Christlicher Sinn und Wandel. 310.
309. Mel. 71: Wohl einem Haus, da Jesus Christ.
1. Der du die Wahrheit selber bist, In dem kein Trug erfunden ist, Wer aus der Wahrheit ist, ist dein: Gib, Meister, mir, ganz dein zu fein!
2. Hilf, daß von jeder Falschheit frei, Mein Herz, wie du, ganz Wahrheit sei, Mein Wandel redlich, klar und rein, Nicht Augendienst noch Heuchelschein.
8. Schenk' mir mit deinem Bild und Geist Den Ernst, der nicht in Lügen gleißt. Laß mich nicht scheinen, sondern sein; Das Ja sei Ja, das Nein sei Nein!
4. Und wenn in Andacht und Gebet Das Herz am Gnadenthrone fleht, Hilf, daß die Andacht wahr und treu, Das Flehn des Amens würdig sei! Karl Bernh. Garve.
310. Mel. 6: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.
1. Selige Seelen, die treu bei dem ewiglich Treuen Sein sich im Glauben getrösten, in Kraft sich erfreuen! Fröhlich im Herrn Dienen und dulden sie gern, Ohne die Lasten zu scheuen.
2. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Schätzen? Seelen voll himmlischen Hungers und Durstes zu letzen, Sind sie zu klein! Göttliche Güter allein
Können uns dauernd ergetzen.
3. Was ist die Erde mit ihren vergänglichen Plagen? Seelen voll himmlischen Muthes darnieder zu schlagen, Sind sie zu klein! Um wie der Meister zu sein,
Läßt sich wohl Kümmerniß tragen.
4. Selige Lasten, die er auf die Seinigen leget, 10 Der sie mit Armen der Gnade beschützet und pfleget! Trübsal und Schmach Tragen wir muthig ihm nach, Weil er das Schwerste doch träget.


