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Das Evangelium
Cap. 8. 9.
zu schaffen, Jesu, du Sohn Got-| 5. Denn, was ist leichter, zu tes? Bist du hieher gekommen, sagen: Deine Sünden sind dir vor der Zeit uns zu peinigen? 30. Es war aber fern von ihnen eine Herde vieler Schweine auf der Weide.
31. Und die Teufel baten ihn, sprechend: Wenn du uns austreibest, so erlaube uns in die Herde der Schweine zu fahren.
32. Und er sprach zu ihnen: Fahret hin! Da fuhren sie aus, und fuhren in die Herde der Schweine. Und siehe, die ganze Herde der Schweine stürzte sich von dem Abhange in das Meer, und kam in dem Wasser um.
33. Die Hirten aber flohen, und kamen in die Stadt und verkündigten alles, auch was mit den Besessenen vorgegangen war.
34. Und siehe, die ganze Stadt gieng heraus, Jesu entgegen; und als sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er von ihren Grenzen wegziehe.
Das IX. Capitel.
1. Jesus heilt einen vom Schlage Getroffenen; 2. beruft den Matthäus; 3. vertheidigt seine Jünger; 4. heilt das blutflüssige Weib; 5. erweckt die Tochter des Jairus; 6. hilft zwei Blinden und einem Besessenen; 7. beflagt das Volf.
Und er trat in das Schiff, fuhr hinüber, und kam in seine Stadt. 2. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen, den der Schlag getroffen, der auf einem Bette lag. Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Schlagflüssigen: Sei getrost, Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.
3. Und siehe, etliche der Schrift gelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert.
4. Und da Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr Böses in euern Herzen?
vergeben; oder zu sagen: Steh auf und wandle?
6. Damit ihr aber wisset, daß der Sohn des Menschen Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben( sprach er zu dem Schlagflüssigen): Steh auf, hebe dein Bett auf und geh hin in dein Haus.
7. Und er stand auf und gieng in sein Haus.
8. Als es aber die Leute sahen, verwunderten sie sich und priesen Gott, der solche Macht den Menschen gegeben.
II. 9. Und als Jesus von dannen weiter gieng, sab er einen Menschen am Zoll sigen, der hieß Matthäus; und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.
10. Und es begab sich, als er in dem Hause zu Tische saß, fiehe da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen mit Jesu und seiz nen Jüngern zu Tische.
11. Und als die Pharisäer es saben, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?
12. Jesus aber, als er das hörte, sprach zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
13. Gehet aber hin und Lernet, was es heißt: ,, Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer." Denn ich bin nicht gekommen zu berufen Gerechte, sondern Sünder zur Buße.
III. 14. Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer viel, deine Jünger aber fasten nicht?
15. Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitleute trauern,


