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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi : nach der in Zürich kirchlich eingeführten Uebersetzung aufs Neue mit Sorgfalt durchgesehen
Entstehung
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St. Matthäi.

Cap. 8.

eingehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund

werden.

9. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Gewalt steht, und habe Kriegsfnechte unter mir; und sage ich zu diesem: Geh bin! so geht er; und zu einem Andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knechte: Thu das! so thut er's.

10. Da das Jesus hörte, ver­wunderte er sich, und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich ich sage euch, selbst in Israel habe ich einen so großen Glauben nicht gefunden.

11. Ich sage euch aber: Viele werden von Aufgang und Nieder­gang kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Reiche der Himmel zu Tische sixen;

12. die Kinder des Reiches aber werden in die äußerste Finsterniß hinaus geworfen werden; daselbst wird sein das Heulen und das Zähneklappern.

13. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin! dir ge­schehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu der selben Stunde.

III. 14. Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er, daß dessen Schwieger krank lag und das Fieber hatte.

15. Und er berührte ihre Hand, und das Fieber verließ sie, und sie stand auf und dienete ihnen. 16. Als es aber Abend gewor­den, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister mit dem Worte aus und heilete alle Kranken;

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IV. 18. Als aber Jesus viel Volk um sich fah, befahl er, jenseits des Meeres zu fahren.

19. Und es trat ein Schrift­gelehrter herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wo du auch hingehest.

17. auf daß erfüllet würde, was geredet ist durch Jesajas den Pro­pheten, der da spricht: ,, Er nahm unsere Schwachbeiten auf sich, und unsere Krankheiten trug er."

20. Und Jesus sagte zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt hinlege.

21. Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Va­ter zu begraben.

22. Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Tod­ten ihre Todten begraben.

V. 23. Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm nach. 24. Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm auf dem Meere, so daß das Schiff von den Wellen bedeckt ward; er aber schlief.

25. Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns; wir gehen zu Grunde!

26. Und er sagte zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, ihr Kleingläu­bigen? Dann stand er auf, beschalt die Winde und das Meer, und es ward eine große Stille.

27. Aber die Menschen verwun­derten sich und sprachen: Wer ist doch dieser, daß ihm selbst die Winde und das Meer gehorsam find?

VI. 28. Und als er jenseits des Meeres, in die Landschaft der Gergesener gekommen, liefen ihm zwei Besessene entgegen, die ka men aus den Gräbern heraus, und waren sehr grimmig, also daß Niemand durch dieselbe Straße wandeln konnte.

29. Und siebe, sie schrien und prachen: Was haben wir mit dir