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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi : nach der in Zürich kirchlich eingeführten Uebersetzung aufs Neue mit Sorgfalt durchgesehen
Entstehung
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der Weg ist schmal, der zum Leben hinführt, und Wenige sind, die ihn finden.

VI. 15. Hütet euch aber vor den 27. Und der Plagregen fiel, und falschen Propheten, welche zu euch die Wasserströme kamen, und die kommen in Schafskleidern, inwen- Winde weheten und stießen an dig aber sind sie reißende Wölfe. dieses Haus, und es fiel, und sein

16. An ihren Früchten werdet ihr fie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Fei gen von Disteln?

17. Also bringt ein jeder guter Baum gute Früchte; der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. 18. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte.

19. Ein jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird umge­hauen und ins Feuer geworfen. 20. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

Das Evangelium

21. Nicht Jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern der da thut den Willen meines Baters in den Himmeln.

22. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen ge­weissagt, und in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und in deinem Namen viele Thaten vollbracht?

23. Und alsdann werde ich ihnen frei bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, die ihr die Ungerechtigkeit übet.

VII. 24. Darum ein Jeder der diese meine Worte hört und sie thut, den will ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen bauete.

25. Und der Plagregen fiel, und die Wasserströme kamen, und die Winde weheten und stießen an die­ses Haus; aber es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. 26. Und ein Jeder der diese meine Worte hört und sie nicht thut, der

Cap. 7. 8.

wird einem thörichten Manne gleich sein, der sein Haus auf den Sand bauete.

Fall war groß.

28. Und es begab sich, als Jesus diese Worte vollendet hatte, er­staunte das Volk über seine Lehre. 29. Denn er lehrte sie als einer der Gewalt hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.

Das VIII. Capitel.

1. Jesus heilt einen Aussäßigen, 2. den Knecht des Hauptmanns, 3. die Schwieger des Petrus; 4. belehrt über seine Nachfolge; 5. stillet einen See­sturm; 6. hilft zwei Besessenen. Als er aber von dem Berge herab stieg, folgte ihm viel Volk nach.

2. Und siehe, es kam ein Aus­sägiger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, so kannst du mich reinigen.

3. Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will es; sei gereinigt! Und alsobald ward er von seinem Aus­sage rein.

4. Und Jesus spricht zu ihm: Siehe zu, daß du es Niemand sagest! sondern gehe hin, zeige dich dem Priester, und bringe das Opfer, das Moses befohlen hat, ihnen zum Zeugniß.

II. 5. Und da Jesus gen Caper­naum hinein kam, trat zu ihm ein Hauptmann, der bat ihn

6. und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim an der Gicht, und leidet große Pein.

7. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.

8. Und der Hauptmann antwor­tete und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach