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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi : nach der in Zürich kirchlich eingeführten Uebersetzung aufs Neue mit Sorgfalt durchgesehen
Entstehung
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Cap. 6. 7.

St. Matthäi.

11

test du nicht?

des Feldes, wie sie wachsen. Sie| Balken aber in deinem Auge ach­arbeiten nicht und nähen nicht; 29. ich sage euch aber, daß auch Salomon in aller seiner Herrlich­keit nicht bekleidet war, wie eine von diesen.

30. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet; wird er das nicht viel mehr euch thun, ihr Kleingläubigen?

31. Darum sollet ihr nicht sor­gen und sagen: Was werden wir essen? oder was werden wir trin­ken? oder womit werden wir uns bekleiden?

32. Denn nach allen diesen Din­gen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr aller dieser Dinge bedürfet.

33. Suchet aber zum ersten das Reich Gottes und seine Gerechtig­keit; so werden euch diese Dinge alle hinzugethan werden.

34. Darum sollet ihr nicht für den morgenden Tag sorgen; denn der morgende Tag wird für das Seinige sorgen. Es hat ein jeder Tag genug an seinem eigenen Uebel.

Das VII. Capitel.

1. Warnung vor scharfem Richten; 2. vor Entweihung des Heiligen. 3. Gebetserhörung. 4. Kurzer Inbegriff des Gesetzes. 5. Der Weg zur Selig­feit. 6. Warnung vor falschen Leh­rern. 7. Gleichniß vom Haus auf dem Felsen.

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

2. Denn, mit welchem Gerichte ihr richtet, mit dem werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, mit dem wird euch gemessen werden.

3. Was siehst du aber den Split­ter in deines Bruders Auge, den

4. Oder wie kannst du zu dei­nem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge zie­hen; und siehe, es ist ein Balken in deinem Auge?

5. Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann magst du sehen, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

II. 6. Gebet das Heilige nicht den Hunden, und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, auf daß sie nicht etwa dieselben zertreten mit ihren Füßen, und sich umwenden und euch zerreißen.

III. 7. Bittet, so wird euch ge geben werden; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgethan werden.

8. Denn ein Jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der fin­det; und wer anklopft, dem wird aufgethan werden.

9. Oder, wo ist ein Mensch unter euch, der, wenn ihn sein Sohn um ein Brot bäte, ihm dafür einen Stein geben würde;

10. und wenn er um einen Fisch bäte, ihm dafür eine Schlange geben würde?

11. So nun ihr, die ihr böse seid, könnet euern Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer Vater in den Himmeln Gutes geben denen, die ihn bitten.

IV. 12. Darum, alles was ihr wollet, daß euch die Menschen thun sollen, das thut auch ihr ih­nen; denn das ist das Gesetz und die Propheten.

V. 13. Gebet hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zum Verderben hinführt, und Viele sind, die dadurch hineingehen.

14. Aber die Pforte ist enge und