Religion, Bibel.
mich deine Liebe schuf, da schuf sie mich zum Leben; zum Leben, welches ewig wahrt, wo uns kein Leiden mehr beschwert, willst du mich hier erziehen.
2. Nicht hier ist unser Vaterland; es kommt ein höh'res Leben, wo du uns wirst mit milder Hand des Himmels Glück einst geben, das uns nicht Zeit, nicht Zufall nimmt; hier sind wir nur von dir bestimmt, uns dessen werth zu machen.
3. O, laß mir doch dieß große Ziel durch nichts ver: rücket werden! Was hilft's, wenn ich auch noch so viel von Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust, gewinn', und doch daben nicht fähig bin der höher'n Geistesfreuden?
5. Drum laß mich jene Herrlichkeit, Gott, stets
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vor Augen haben, und hier, in unsrer Prüfungszeit, um jene besser'n Gaben, die mir im Tode nicht entflieh'n, vor allen Dingen mich bemüh'n, und so zur Ernte reifen!
6. Ein Herz, das dich, o Bater, liebt, und deines Sohns sich freuet, das so, wie er, die Tugend übt, und sich vorSünden scheuet, ein solches Herz, das wird allein sich ewig deix ner Güte freu'n in jenena höher'n Leben.
7. Zu diesem Sinne wollst du mir, Gott, Muth und Kräfte geben, damit ich immer möge hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Himmel gültig sind, bis ich, als dein geprüftes Kind, zu jener Freude gehe.
4. Auf kurze Zeit bin ich nur hier; dieß laß mich nie vergessen! Nur
hast du mir zur Uebung zu- 3. Lobsinge, Mensch,
gemessen; schnell, wie ein Traum, sind sie vollbracht, und dieser schönen Erde Pracht wird dann auch mir vergehen.
Mel 123. Nun lob, mein Seel, den ic.
lobsinge dem Gott, dem Preis und Ruhm gebührt, dem Schöpfer aller Dinge dem Herrn, der weislich sie regiert! Er rief auch dich ins Leben, und lehrte dei nen Geist, mit Muth nach


