Druckschrift 
Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 17

3. Und wie du das unfehlbar. 2. Gott hat mir ein wort ge­giebest, Was deine lieb uns zuge- sprochen, Seinen bund mit mir dacht; So wird, wenn du ver- gemacht, Der wird nimmermehr geltung übest, Dein drohwort auch gebrochen, Bis er alles hat voll­gewiß vollbracht. Wer dich, o gott, bracht. Er, die wahrheit, trüget beharrlich haßt, Fühlt deiner strafe nicht, Was er faget, das ge­schwere last. schicht.

4. O! drücke dies tief in mein herze, Daß es vor deinem wort sich scheut. Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherze Mit deiner strafgerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, Was dein be­fehl mir untersagt.

5. Doch laß mich auch mit fe= stem glauben Dem worte deiner gnade traun. Wer kann den trost uns jemals rauben, Den wir auf dein versprechen baun? Du bist ein fels, dein bund steht fest, Wohl dem, der sich auf gott ver­läßt!

6. Wie stark sind unsers glau­bens gründe! Hier ist dein wort, das niemals trügt. Und daß dies allen beifall finde, Hast du den eid hinzugefügt, Wahrhaft'ger! was dein mund beschwört, Ist völlig unsers glaubens werth.

7. Laß, feele, laß dich dies be­schämen. Vertraue gott, der treu es meint. Such ihn zum muster anzunehmen; Der wahr­heit freund, der lügen feind, Beweise dich, als gottes find, Dem treu und wahrheit heilig find.

Mel. Alle Welt, was lebt.

31. Weicht, ihr berge! fallt,

felfen stürzet ein; Gottes treu hat dieses siegel, Sie soll fest und ewig seyn. Laßt den weltkreis untergehn; Gottes gnade muß bestehn.

3. Seine gnade soll nicht wei­chen, Wenn gleich alles bricht und fällt; Sie soll ihren zweck erreichen, Den sie ewig sich ge­stellt. Ist die welt voll heuche­lei; Gott ist fromm, gut und getreu.

4. Will die welt den frieden brechen, Hat sie krieg und streit im sinn; Gott hält immer sein versprechen, Ihm vertraun ist stets gewinn. Denn er bleibet immerdar, Was er ist, und was

er war.

5. Laßt sein antlig sich ver­stellen; Ist sein herz doch treu ge­sinnt und bezeugt in allen fäl len, Ich sei jein geliebtes kind, Dem er beide hände reicht, Wenn auch alle hoffnung weicht. 6. Er will friede mit mir hal­ten, Wenn sich schon die welt empört; Ihre liebe mag erkalten, Ich bin seinem herzen werth. Und wenn höll und abgrund brüllt, Bleibt doch er mir sonn und schild.

7. Er, der Herr, ist mein er­barmer, So hat er sich selbst ge= nennt; Welch ein trost! nun werd ich armer Nimmermehr von ihm getrennt. Sein erbarmen läßt nicht ihn Sich mir jemals ganz

entziehn.

8. Nun so soll mein ganz ver­trauen Unbeweglich auf ihm ruhn. Felsen will ich auf ihn bauen. Was er sagt, das wird er thun. Erd und himmel kann vergehn Doch sein bund bleibt ewig stehn.