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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 15

flusse Von gütern füllest du dein währet Die güte gottes jedent, haus! Du theilst sie allen zum der ihn ehret. Ach! leite denn genuffe, Bis sie gesättigt werden, auch mich auf deinem pfade, Du aus. Herr, unsers lebens quelle gott der gnade. fließt Aus dir, der du das leben bist.

9. So werd ich ewig deiner huld genießen, So wird mein leben sanft vor dir verfließen! So werd ich dort mit allen engelchören Dich fröhlich ehren.

5. Wir, unerschaffne sonne! schauen In deinem lichte nur das licht. Entzeucht von denen, die dir trauen, Dein gnadenvolles antliß nicht! Gott, deine huld

Eigene Melodie.

fey über die, Die dich verehren, 28. Wie groß iſt des all­

der ein mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhärtetem gemüthe

Mel. Wend ab deinen Zorn.

27. Jauchzt unserm gott! er den dank erſtickt, der ihr ge

ist liebe zu er­messen, Sei ewig meine größte pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; Vergiß, mein herz, auch seiner nicht.

Barmherzig und von duldendem gemüthe. Er zürnt nicht ewig, will mit feinen knechten Nicht ewig rechten.

2. Er handelt nicht mit uns nach unsern sünden, Und läßt ver­schonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unser Herz nicht gaben, Verschuldet haben.

3. Hoch ist der himmel über feiner erde; So groß ist auch, daß er geliebet werde, Die huld des Herrn bei denen, die ihn lieben, Und gutes üben.

2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf, Wer hat mit lang­muth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwarf. Wer stärkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue fraft? Wer läßt mich so viel glück genießen? Ists nicht sein arm, der alles schafft?

4. Wem bleibt sein antlig, wenn ers sucht, verborgen? So weit der abend sich entfernt vom morgen, Entfernt auch gott der fünde schuld und schmerzen Von unfern herzen.

5. So zärtlich sich ein vater seiner kinder Erbarmet, so erbarmt fich gott der fünder, Wenn sie von Herzen sich zu thm bekehren, Ihm treue schwören.

6. Er schlägt und heilt; ver wundet, läßt genesen, Er weiß, der mensch ist ein zerbrechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöpf aus erde Bald asche werde.

7. Ach! er ist gras, er blüht, wie blumen blühen; Die winde wehn darüber, sie verblühen, Und ihre stätte wird, nach wenig stun: Den Richt mehr gefunden.

8. Von ewigkeit zu ewigkeiten

3. Schau, o mein geist, in jenes leben, zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit herrlichkeit um­geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein recht zu die sen freuden, Durch gottes güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könn­test selig seyn!

4. Und diesen gott sollt ich nicht ehren? Und seine güte nicht ver= stehn? Er sollte rufen; ich nicht hören? Den weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will ist mir ins herz geschrieben, Sein wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben, Und meinen nächsten gleich als mich.

5. Dies ist mein dank, dies ist sein wille: Ich soll vollkommen seyn, wie er. So lang ich dies gebot erfülle, Stell ich sein bild­