Druckschrift 
Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere.

Die macht, die leib und feele ursprung aller gaben! Du weißt, Verderben bis zur Hölle kann, was uns gebricht; Und was wir Daß noth und weh sie quäle! nöthig haben, Versagst du, gott, Ach! wer kann seine macht ver- uns nicht. Vom wohlthun, das stehn, Und sein gebot und recht du übest, Sind unsre tage voll, verschmähn? Auch wenn du uns betrübest, Ge­schiehts zu unserm wohl.

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7. Ich will ihn fürchten; nim­mer will Ich ihm entgegen stre­ben! Oft duldet er, und schwei­get still; Doch nur in diesem le­ben! Kömmt nicht der tod? rächt fein gericht Dort unbeweinte sün­den nicht?

Liebe und Güte Gottes. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren.

25. gott! du bist die liebe!

Allein

hast du lust, Der qualsucht harte triebe Sind deinem Herzen unbe: wußt. Ganz ohne alle grenzen Ist deine gütigkeit, So weit die himmel glänzen, lebst du barm herzigkeit. Du, herr, hast wohl­gefallen An dem, was du ge= macht, Und hast uns fündern al­len Noch leben zugedacht.

2. Als du uns hießest werden, Da schufst du uns zum ewgen wohl. Nicht nur auf dieser erden Ist alles deiner güte voll; Auch in dem himmel droben Hat deine Die noch kein aug erkannt. Dort­hin uns zu erheben, Ist stets dein wille, gott! Drum gab für uns sein leben Dein sohn selbst in den

güte

tod.

3. Wie groß ist deine gnade! Wer ist so reich an huld wie du? Auch auf dem fündenpfade Siehst du uns voller langmuth zu. Du lockest uns zur buße, Und fällt voll ren und leid Der fünder dir zu fuße, So ist ihm trost bereit; Du siehest auf uns armen Mit väterlicher huld, Und schenkst uns aus erbarmen Die ganze sünden­schuld.

4. Mit jedem neuen morgen Wird über uns dein wohlthun neu, Du kömmst selbst unsern sorgen Zuvor mit deiner vatertreu. Du

5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, Und bist uns treu geblieben, Wie viel wir wider dich verübt. Mit gnade uns zu segnen, Ist ewig deine lust, Mit dank dir zu be­gegnen, Sey, herr, auch unsre lust. Laß uns, treu zu erfüllen, Was du befiehlst, nie ruhn. Wer sollte deinen willen Nicht gern,

o

vater,

6. Wer hier auf deinen wegen Sich willig deinem dienste weiht, Den setzest du zum segen Schon hier, noch mehr in ewigkeit, Du frönest seine leiden Mit herrli­chem gewinn, Und führest ihn zu freuden, Zu ewgen freuden hin. Wie theur ist deine güte! Gott, laß mich ihrer freun, Und stets mein ganz gemüthe Voll deines ruhmes seyn.

Mel. Wer nur den lieben Gott.

26. So weit, herr, deine

reichen, Reicht deine huld, die uns erhält. Ch werden berg und hügel weichen, Als deine gnade wankt und fällt. Gleich mächtigen gebürgen steht Die heiligkeit, die dich erhöht.

2. Gott! dir ist kein geschöpf verborgen, Reins ist vor dir ge= ring geacht, Du würdigst jedes deiner sorgen, Und bist auf aller wohl bedacht. Vom menschen bis auf jedes thier, Dankt alles seine hülfe dir.

3. Mit heilig freudigem gemü­the Erheb ich, gott der gnade, dich! Wie theuer ist doch deine Wie liebst du uns so väter­lich! Daß menschen ohne furcht und graun Ini schatten deiner flügel traun!

güte!

4. Mit welchem reichen über­