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Neues Braunschweigisches Gesangbuch : nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste : mit Herzogl. Braunschw. Lüneb. gnädigstem Special-Privilegio ; [nebst] Episteln und Evangelia auf die Sonn- und Festtage [...]
Entstehung
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Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 13

Gerechtigkeit Gottes.

licht, Wie recht und billig dein cht; Dann triumphirt de fromme.

Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.

23. Gerechter gott, vor dein gericht Muß alle welt sich stellen! Du wirst in ihrem angesicht Auch mir ein urtheil fällen. D laß mich dein gericht stets scheun, Und hier mit ernst beflissen seyn, Vor dir einst zu be­stehen.

S. Gerechter gott! laß mich wie du, Das gute eifrig lieben; Gieb selber mir die kraft dazu, Wirk inniges betrüben, Wenn sich die sünd in mir noch regt; Dein herz, das lauter gutes hegt, Sey meines herzens muster.

9. Und weil vor dir, gerechter gott, Nur die allein bestehen, Die gläubig auf des mittlers tod Bei ihrer reue sehen, So laß mich die gerechtigkeit, Die midy von straf und schuld befreit Im glauben eifrig suchen.

2. Du siehst von deinem festen thron Auf alle menschenkinder, Bestimmest jedem seinen lohn, Dem frommen und dem fünder. Nie siehst du die personen an! Allein auf das, was wir gethan, Siehst du als rechter richter.

3. Viel gutes und barmherzig­keit Giebst du schon hier den from

men, vor man­

chem leid, Darein die fünder kom­men. So zeigest du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlgefällt, Den man der tugend widmet.

4. Ja, herr, du liebst, was recht und gut, Und bist ein freund der frommen. Wer deinen willen gerne thut, Wird von dir aufge­nommen, Sein werk und dienst gefällt dir wohl, Ist er gleich nicht, so wie er soll, Ganz rein von allen fehlern.

5. Doch dem, der dich, o gott, nicht scheut, Dem frevelnden ver­brecher, Der dein gesetz und recht entweiht, Bist du ein strenger rä­cher. Verachtung, elend, schmerz und hohn, Und tod ist seiner bosheit lohn Oft schon in diefem

leben.

6. Der untergang der ersten welt, Die aus der art geschlagen, Das feuer, das auf Sodom fällt, Aegyptens lange plagen, Und an­dre wunder deiner macht, Sind zeugen, wenn dein zorn erwacht, Wie du den fünder lohnest.

7. Bleibt hier viel böses unbe straft, Biel gutes unbelohnet; So kömmt ein tag der rechen­schaft, Der keines sünders schonet. Da stellst du, herr! ins hellste

Mel. Machs mit mir, Gott, nach.

24. 8 sey mein ernſtlicher

widerstreben, Auch, wenn ich dar­um leiden muß, Vor ihm gerecht zu leben; Es sey nun leben oder tod, Stets heilig sey mir sein gebot.

2. Empöret euch nicht wider ihn, Der übertretung finder! Wer fann euch seinem fluch entziehn? Vermeßne stolze fünder! Er, wel cher baut und auch zerbricht, Wie leicht vertilgt er fünder nicht!

3. Fragt jedes vorige geschlecht, Geht, fraget eure väter! Ist er nicht mächtig, nicht gerecht, Ein feind der übertreter? Wer hat noch ungestraft die macht, Die keine grenzen hat, verlacht?

4. Wenn er, der wesen schö­pfer, dräut, Erzittern alle wele ten. Die himmel, wenn sein wink gebeut, Vergehn von sei­nem schelten. Die erde bebt vor seiner macht! Vor ihm wird seine sonne nacht.

5. Beschließt nur thaten, führt sie aus, Braucht, fünder, eure stärke, Beredet euch; doch wird nichts draus, Nur gott thut große werke. Versammlet, rüstet euch, versucht Vor ihm zu stehn, und gebt die flucht.

6. Entsetzet euch, und betet an