Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere.
den. Sie alle müffen an licht, Wenn gott kömmt, er im gericht Der herzen rath enthülle.
5. Dann wird das siegel seines buchs Vor aller welt gebrochen, Das urtheil des verdienten fluchs, Gedanken selbst gesprochen. Wo ist die nacht, die sie verhehlt? Der richter hatte sie gezählt, Und keinen sterben laſsen.
das Dies tief in meine seele; Daß, daß wo ich bin, nur dich, o Herr! Mein Herz zur zuflucht wähle; Daß ich dein heilig auge scheu, Und dir zu dienen eifrig sey.
Laß überall gewissenhaft Nach deinem wort mich handeln. Und stärke mich denn auch mit kraft, Vor dir gerecht zu wandeln. Dağ du, o gott, stets um mich feyst, Das tröst' und begre meinen geiſt.
6. Seyd heilig, seyd von gott nur voll, Gedanken meiner feele! Daß, wenn gerichtet werden soll,
Mel. Wend ab deinen Zorn.
Kein einziger mich quäle. Seyd 16.
dann fürchtet nichts! Gott wird am tage des gerichts, Gleich thaten, euch belohnen.
Mel. Machs mit mir, Gott, nach. Die bist höchster,
Du
15. Neht und fern. wirkst an allen enden. Wo ich nur bin, herr aller Herrn! Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb und athme ich; Denn deine rechte schüßzet mich.
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dh habe, gott, mir
Nie auf der übertreter pfad zu kommen, Vor dir zu wandeln, dir mich und mein leben zu übergeben.
2. mich! ob
redlich meine, Gieb, daß ich nicht bloß, was ich seyn soll, scheine, Mit allen träften strebe, deinen willen Ganz zu erfüllen.
3. Wenn deine furcht mich überall begleitet, Und meinen gang, wenn mich fein mensch sieht, lets tet, Wie sicher werd ich deine wege wandeln! Wie richtig handeln!
4. Caß auch im dunkeln mich dein auge scheuen, Verschließ mein ohr der fünde schmeicheleien; Stets werde mir das gleißende der laster Nur mehr verhafter.
5. Gieb eifer, kraft und muth zu meinen pflichten, So mag die welt, wie ihrs gefällt, mich richten! Gefall ich dir, mein gott, will ich mit freuden Verachtung leiden.
2. Was ich gedenke, weißest du, Du prüfest meine seele. Du siehst es, wenn ich gutes thu, Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem aug' entfliehn, Und nichts mich deiner huld entziehn.
3. Wenn ich in stiller einsamfeit Mein Herz an dich ergebe, Und über deine huld erfreut, obfingend dich erhebe, So hörst du es, und stehst mir bei, Daß ich dir immer treuer sey.
let.
4. Du merkst es, wenn des herzens rath Verkehrte wege wähUnd bleibt auch eine böfe 6. Du achteft nicht that Vor aller welt verhehlet, So weißt du sie, und strafest mich, 3u meiner beßrung väterlich.
5. Du hörest meinen seufzern zu, Daß hülfe mir erscheine. Voll mitleid, vater! zähleft du Die thränen, die ich weine. Du siehst und im tode mur bewährt wägest meinen schmerz, Und stärkst mit deinem trost mein herz.
6. O drück, allgegenwärtiger!
das ansehn der personen, Wirst billig alles richten und belohnen, mit herrlichkeit und ehre deine kinder, Mit schmach die fünder.
7. Bald, bald vollend ich meiner prüfung stunden; Werd ich erfunden;
Wie schön verwandeln sich dann meine leiden, Und werden freuden!


